US Open

"Spezielle zwei Wochen": Nadal gewinnt seinen dritten US-Open-Titel

Der topgesetzte Rafael Nadal hat die US Open gewonnen. Im Endspiel des Turniers in Flushing Meadows bezwingt der Spanier den Aufschlagspezialisten Kevin Anderson.

11.09.2017 01:33 Uhr / SID
Rafael Nadal hat zum dritten Mal die US Open gewonnen
Rafael Nadal hat zum dritten Mal die US Open gewonnen © AFPAFPDON EMMERT

New York - Der topgesetzte Rafael Nadal hat die US Open gewonnen und seinen dritten New-York-Titel nach 2010 und 2013 geholt. Der 31-jährige Spanier besiegte den Überraschungsfinalisten Kevin Anderson aus Südafrika (Nr. 28) in einem relativen einseitigen Endspiel mit 6:3, 6:3, 6:4. 

"Das waren sehr spezielle zwei Wochen. Ich fühle mich ein bisschen Zuhause hier. Diese Saison verläuft unglaublich für mich nach den letzten Jahren, in denen ich viele Verletzungen hatte und Rückschläge einstecken musste", sagte Nadal und sprach den von Hurrikan Irma bedrohten Amerikanern in seiner Siegesrede auf dem Centre Court Mut zu. 

Zweiter Matchball beendet Duell

Zuvor hatte der Paris-Rekordchampion nach 2:27 Stunden seinen zweiten Matchball mit einem Volley verwandelt und sich von den 23.771 Zuschauern im ausverkauften Arthur-Ashe-Stadium feiern lassen.

Für seinen 16. Grand-Slam-Titel und seinen ersten Hartplatz-Coup seit über dreieinhalb Jahren kassierte Nadal ein Preisgeld in Höhe von 3,7 Millionen Dollar. Der gleichaltrige Anderson, der erstmals in einem Major-Finale stand, bekam einen Scheck über mehr als 1,8 Millionen Dollar überreicht. 

Anderson schreibt US-Open-Geschichte

Als Nummer 32 des ATP-Rankings war der 2,03 Meter große Aufschlagspezialist der am schlechtesten platzierte Finalteilnehmer bei den US Open seit Einführung der Computer-Rangliste 1973. Anderson war der erste Südafrikaner seit 52 Jahren, der wieder ein US-Open-Endspiel erreichte.

Nadal gewann damit nach den French Open im Juni sein zweites Grand-Slam-Event des Jahres. Mindestens zwei Major-Erfolge in einer Saison waren dem Linkshänder zuletzt 2013 geglückt. Der Schweizer Roger Federer (Nr. 3), in Flushing Meadows im Viertelfinale gescheitert, triumphierte 2017 bei den Australian Open und in Wimbledon. 

Außenseiter beginnt nervös

Anderson war die Nervosität im bislang wichtigsten Match seiner Karriere zunächst deutlich anzumerken. Im Gegensatz zu Nadal hatte er große Probleme, seine Aufschlagspiele durchzubringen. 

Seinen fünften Breakball konnte der Favorit dann zur 4:3-Führung nutzen, wenig später verwandelte Nadal seinen ersten Satzball mit einem Rückhand-Volley.

Nadal mit wenigen unerzwungenen Fehlern

Auch danach blieb der zehnmalige Paris-Gewinner am Drücker und leistete sich kaum unerzwungene Fehler (insgesamt elf Unforced Errors). Die Basis für seinen Sieg legte Nadal, als er Anderson gleich zu Beginn des dritten Durchgangs das Service abnahm. Der Branchenführer indes ließ keinen einzigen Breakpunkt zu. 

Beim mit 50,4 Millionen Dollar dotierten letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres hatten fünf Spieler aus den Top elf wegen Verletzungen gefehlt - unter anderem Titelverteidiger Stan Wawrinka (Schweiz) sowie Andy Murray (Großbritannien) und Novak Djokovic (Serbien).

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