Die ersten Dubai Open    29-10-2009
Jahr : 1993
Am kommenden Montag beginnen die 15. Dubai Open. Im Laufe der Jahre ist das Turnier im arabischen Emirat am Persischen Golf zu einem der bestbesetzten Tennisturniere der Welt geworden. Auch in diesem Jahr werden mit Federer, Nadal, Djokovic, Ferrer, Davydenko, Roddick, Gasquet und Berdych acht der zehn Weltbesten am Start sein.
Grund genug, einen Blick zurück zu werfen auf 1993, das Jahr, in dem die Dubai Open zum ersten Mal ausgetragen wurden. Schon damals hatte das Turnier eine Million Dollar Preisgeld vorzuweisen. Was die Besetzung anging, war es aber bei weitem noch nicht so hochklassig. Weder Courier, Sampras, Becker oder Edberg waren im Draw zu finden. Kein einziger Top Ten-Spieler war in der Setzliste, die von Alexander Volkov angeführt wurde.
Volkov hatte zum Auftakt auch leichtes Spiel gegen einen marokkanischen Qualifikanten namens Younes El Anyaoui, der noch ein Jahrzehnt brauchen sollte, um sein bestes Tennis zu zeigen. Im Viertelfinale unterlag er Fabrice Santoro. Der Franzose zog dann auch ins Finale ein und ist nebenbei bemerkt der einzige Spieler von damals, der heute noch aktiv ist.
An Zwei gesetzt war Thomas Muster. Der Österreicher bewies mit seinem Halbfinaleinzug einmal mehr, dass er nicht nur auf Sandplätzen souverän sein konnte. Muster musste sich in der Vorschlussrunde Karel Novacek geschlagen geben. Der Tscheche setzte im Finale auch den Träumen Santoros ein Ende und gewann mit 6:4 7:5 die ersten Dubai Open.
Der Mann aus Prostejov gehörte zu den unscheinbareren Spielern auf der Tour, obwohl er sich Ende 1991 als Nummer Acht der ATP-Rangliste für die Weltmeisterschaft qualifizierte. 1994 spielte er sich in Flushing Meadows bis ins Halbfinale, wo ihn Michael Stich stoppte. Zwischen 1986 und 1994 gewann er insgesamt 13 Einzeltitel.
Und die Deutschen? Drei waren am Start. In der ersten Runde kam es gleich zum Duell zwischen Carl-Uwe Steeb und Bernd Karbacher. Die beiden sollten 1993 noch zum siegreichen Davis Cup-Team um Michael Stich gehören. Hier hatte Steeb das bessere Ende für sich, er erreichte dann noch das Viertelfinale. Bis in die zweite Runde kam Karsten Braasch. Obwohl er im Einzel nie einen Titel gewinnen konnte, ist der bärtige Brillenträger aus Marl auch heute noch bekannt. Sei es wegen seiner unkonventionellen Aufschläge, seinem Laster Rauchen oder wegen der beiden Siege gegen die Williamsschwestern am Rande der Australian Open 1998.
Sebastian
Gewande (Bild : WorldWideTennis)
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