DTB: Ein ganz normaler Slam    24-01-2010
Achtelfinale bei den Australian Open. Deutsche Profis sind Zuschauer. Grund, den Kopf hängen zu lassen? Nein, nicht wirklich. Zwar ist es schon das zweite Grand Slam-Turnier in Folge, bei dem kein Deutscher in der zweiten Woche dabei ist, alles in allem gehen die Leistungen der Deutschen dennoch in Ordnung:
Zu Anfangs wären da Tommy Haas und Philipp Kohlschreiber zu nennen. Das Erreichen der dritten Runde entspricht ihrer Setzposition. Bei Haas wäre vielleicht etwas mehr drin gewesen, wenn er im vierten Satz das Break gegen Tsonga gehalten hat, Kohlschreiber hingegen bewies gegen Nadal mal wieder, dass er gegen Weltklassespieler gut mitspielen kann.
Der dritte große Name im deutschen Herrentennis, Rainer Schüttler, schaffte einen etwas überraschenden Sieg gegen Sam Querrey. Sein vielleicht letzter Auftritt bei dem Turnier, durch das er in den Geschichtsbüchern steht, war somit keine Pleite.
Dann natürlich Florian Mayer. Der Bayreuther kann nach dem Erreichen der dritten Runde zuversichtlich sein was die Rückkehr in die Top 50 angeht. Benjamin Becker seinerseits sollte sich auch 2010 in diesen Regionen halten können, zwar spielt er nicht besonders auffallend aber doch konstant. Ähnliches gilt auf etwas niedrigerem Niveau für Michael Berrer.
Simon Greul und Philipp Petzschner waren die Unterlegenen zweier deutscher Duelle. Greul hielt gegen Haas phasenweise gut mit während Petzschner einmal mehr seine Unberechenbarkeit unter Beweis stellte, als er 6:0 6:2 gegen Mayer führte und noch verlor.
Enttäuschend kann man das Abschneiden von Mischa Zverev und Daniel Brands nennen. Deren Niederlagen an sich waren angesichts der aktuellen Form nicht überraschend, die Höhe dann aber doch. Die beiden Anfangzwanziger haben jedoch noch ein paar Chancen, sich zu beweisen. Für Dieter Kindlmann war der Sprung ins Hauptfeld schon ein Erfolg.
Sebastian
Gewande (Bild : Chris)
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