Was war los im Februar 2002?    22-02-2010
Jahr : 2002
Beschäftigte sich der letzte Rückblick mit dem Herbst 1996, dem letzten großen Herbst der goldenen Jahre des deutschen Tennis, geht es heute ins Jahr 2002 zurück. Dieses Jahr markiert einen Umbruch vor allem bei den Damen: Serena Williams drängt sich als neue Spitzenspielerin nach vorne. Bei den Herren herrscht Lleyton Hewitt, doch die Spitze ist sehr durchlässig.
Viele Gesichter bei den Siegerehrungen
Die Breite bei den Herren zeigt sich auch wenn man einen Blick in die Siegerlisten des Monats wirft: In Marseille jubelte Thomas Enqvist, in Rotterdam siegte Nicolas Escude, in Kopenhagen feierte Lars Burgsmüller seinen einzigen Titel auf der ATP-Tour. Bei der US-Serie siegten Andy Roddick (Memphis) und Lleyton Hewitt (San Jose). Auf südamerikanischer Asche gewannen Fernando Gonzalez (Vina Del Mar) und Fabrice Santoro (Buenos Aires) sowie Carlos Moya (Acapulco). In den Top Ten stand damals nur Lleyton Hewitt als Branchenprimus.
2002 war das mittlerweile fast schon vergessene und nur zum Jahresendspurt noch bemühte Champions Race im Einsatz. Erster dieser saisonalen Punktewertung war Thomas Johansson, der völlig überraschend die Australian Open gewinnen konnte. Mit Tommy Haas an 5 und Rainer Schüttler an 14 (25. Februar) konnten sich die deutschen Herren sehen lassen.
Wettrennen zwischen Williams und Capriati
Bei den Damen waren die Williamsschwestern schon seit ein paar Jahren vorne dabei. Venus siegte in Paris und Antwerpen, Serena in Scottsdale. In der Weltrangliste lieferte sich die ältere der Schwestern, damals amtierende Wimbledon – und US Open-Siegerin ein Duell um die Spitze mit Jennifer Capriati, die grade ihren Titel bei den Australian Open verteidigt hatte und ebenfalls die Krone der French Open trug.
Auch Kim Clijsters und Justine Henin gehörten damals bereits zu den Top Ten. Es wird wohl nur eine Frage von Monaten sein, bis sie 2010 auch wieder in diesem elitären Zirkel sein werden. Mit Marlene Weingärtner, Barbara Rittner, Bianka Lamade, Jana Kandarr, Martina Müller und Greta Arn waren insgesamt fünf DTB-Spielerinnen unter den Top 100 vertreten. Acht Jahre später ist nur noch Martina Müller dabei, wenn auch weitab dieser magischen Grenze, Greta Arn spielt seit ein paar Jahren für Ungarn, Barbara Rittner ist mittlerweile bekanntlich Fed Cup-Teamchefin.
Sebastian
Gewande (Bild : ATute)
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