Philipp Kohlschreiber bringt Deutschland in Führung - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDPhilipp Kohlschreiber bringt Deutschland in Führung © PIXATHLONPIXATHLONSID

Frankfurt/Main - Philipp Kohlschreiber hat die deutsche Davis-Cup-Mannschaft in der Erstrundenpartie gegen Ungarn mit einem echten Kraftakt in Führung gebracht. Der Augsburger gewann das erste Einzel in Frankfurt gegen den Weltranglisten-371. Zsombor Piros in 2:39 Stunden 6:7 (6:8), 7:5, 6:4. Der Sieger des Nationen-Duells zieht in das neugeschaffene Finalturnier ein, das Ende November in Madrid ausgespielt wird.

Im zweiten Match des Tages stehen sich im Anschluss die deutsche Nummer eins Alexander Zverev (Hamburg) und Peter Nagy gegenüber. Die Entscheidung fällt dann am Samstag, wo zunächst Tim Pütz (Frankfurt) und Jan-Lennard Struff (Warstein) im Doppel auf Nagy und Gabor Borsos treffen und anschließend zwei weitere Einzel angesetzt sind.

Der Weltranglisten-32. Kohlschreiber hatte gegen Piros, der aber 2017 immerhin den Juniorentitel bei den Australian Open gewonnen hatte, zu Beginn große Probleme gehabt. Der 35-Jährige agierte zu passiv, sein 16 Jahre jüngerer Gegenüber mutig und mit vielen guten Netzangriffen. Nach kleinem Wackler in der Schlussphase und insgesamt fünf vergebenen Satzbällen sicherte sich Piros verdient den ersten Durchgang.

Auch im zweiten Satz ging der Ungar schnell mit einem Break in Führung. Kohlschreiber wirkte völlig verunsichert, fand aber in der Folge nach und nach besser in die Partie. Beim Stand von 5:5 nahm Kohlschreiber Piros zum zweiten Mal den Aufschlag ab und schaffte wenig später den Ausgleich. Im Entscheidungssatz behielt er dann die Nerven, auch weil bei seinem Gegner langsam die Kräfte nachließen.

Der traditionsreiche Davis Cup wird in diesem Jahr nach einer radikalen Reform in einem neuen Format ausgetragen. Lediglich die Qualifikationsrunde wird nach dem alten System und mit Heim- und Auswärtsspielen ausgetragen. Die Matches gehen dabei allerdings nur noch über zwei Gewinnsätze und gespielt wird nur noch an zwei statt an drei Tagen.