Mardy Fish (r.) mit unangenehmer Nachtschicht - Bildquelle: AFPAFPJAVIER SORIANOMardy Fish (r.) mit unangenehmer Nachtschicht © AFPAFPJAVIER SORIANO

Madrid - Als Sam Querrey und Jack Sock um 4.04 Uhr in der Nacht zu Donnerstag ihren ersten Matchball verwandelt hatten, war nicht nur das US-Doppel am Ende seiner Kräfte. "Ich weiß gar nicht mehr, wo wir sind, wie viel Uhr wir haben, welcher Tag ist", sagte der amerikanische Davis-Cup-Kapitän Mardy Fish nach dem 2:1 seiner Mannschaft gegen Italien. Das Turnier in Madrid wird für viele Teams wie auch Fans zur unangenehmen Nachtschicht.

Besonders bitter für die italienischen und amerikanischen Nachtarbeiter: Beide Teams sind durch das Ergebnis bereits in der Gruppenphase ausgeschieden. Erfolgreicher sind da die Spanier unterwegs, doch auch die Gastgeber mussten auf dem Weg ins Viertelfinale in ihrer ersten Partie lange wach bleiben.

Erst um kurz vor 2.00 Uhr in der Nacht auf Mittwoch machten die Spanier im entscheidenden Doppel das 2:1 gegen Russland perfekt. Spaniens Superstar Rafael Nadal hatte die Spielplanung deshalb heftig kritisiert. "Das bereitet große Schwierigkeiten - für die Spieler und gleichzeitig auch für die Fans, die ins Stadion kommen, weil morgen ein normaler Arbeitstag ist", sagte der Weltranglistenerste: "Das macht die ganze Sache schwierig."

Bei dem reformierten Finalturnier sind in der Gruppenphase mit 18 Teams pro Tag sechs Partien angesetzt (zwei Einzel, ein Doppel), davon drei am Morgen und drei am Abend. Durch Verzögerungen und lange Spieldauern in den ersten Matches mussten aber in den vergangenen Tagen bereits die Startzeiten vieler für den Abend angesetzten Begegnungen nach hinten verschoben werden.

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