Kanada zieht ins Davis-Cup-Finale ein - Bildquelle: AFPSIDJAVIER SORIANOKanada zieht ins Davis-Cup-Finale ein © AFPSIDJAVIER SORIANO

Madrid - Kanada hat beim neuen Davis-Cup-Finalturnier in Madrid für eine Überraschung gesorgt und erstmals in der 119-jährigen Geschichte des Mannschaftswettbewerbs das Endspiel erreicht. Vasek Pospisil und Denis Shapovalov entschieden das Halbfinale gegen das favorisierte russische Team durch den Sieg im abschließenden Doppel mit 2:1 für sich.

Den Gegner im Endspiel am Sonntag (16.00 Uhr) ermitteln Gastgeber Spanien um den Weltranglistenersten Rafael Nadal und Großbritannien, das Deutschland im Viertelfinale bezwungen hatte.

Shapovalov: "Mir fehlen die Worte"

"Mir fehlen die Worte. Es ist unglaublich, wie weit wir in dieser Woche gekommen sind", sagte Shapovalov, Pospisil kündigte an: "Das wird morgen ein historischer Tag für uns. Wir werden alles reinhauen." Die beiden hatten aufgrund der Verletzungen von Milos Raonic und Felix Auger-Aliassime in Madrid sämtliche kanadische Einzel und Doppel bestritten.

Schon nach dem ersten Match standen die Kanadier mit dem Rücken zur Wand, im Duell der bislang im Einzel unbezwungenen Spieler gewann Andrej Rublew 6:4, 6:4 gegen Pospisil. Shapovalov erzwang durch das 6:4, 4:6, 6:4 gegen Karen Chatschanow die Entscheidung im Doppel. Dort behielten die Kanadier gegen Rublew/Chatschanow mit 6:3, 3:6, 7:6 (7:5) die Oberhand.

Zuvor hatte Kanada im Davis Cup als größten Erfolg zwei Halbfinals (1913 und 2013) verbucht. Der zweimalige Titelträger Russland verpasste hingegen seinen sechsten Finaleinzug.

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