Barbara Rittner (r.) kritisiert den Weltverband scharf - Bildquelle: AFPSIDALEXANDER NEMENOVBarbara Rittner (r.) kritisiert den Weltverband scharf © AFPSIDALEXANDER NEMENOV

Köln - Die deutschen Tennis-Damen müssen in der Qualifikation für den runderneuerten Fed Cup nach Brasilien. Das ergab die Auslosung durch den Weltverband ITF am Mittwoch in London. Die Mannschaft von Teamkapitän Jens Gerlach spielt am 7. und 8. Februar in vier Einzeln und einem Doppel um das Ticket zum erstmals durchgeführten Finalturnier. Die umstrittene Veranstaltung findet vom 14. bis 19. April in Budapest auf Sand statt.

Deutschland favorisiert

Deutschland ist in diesem Duell favorisiert, auch wenn die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber wie zuletzt im Relegationsspiel in Lettland nicht antreten sollte. Aktuell beste Spielerin der Südamerikanerinnen ist Beatriz Haddad Maia als Nummer 99 des Rankings. Dahinter folgt auf Position 241 Gabriela Ce.

Die Angleichung an das neue Turnierformat im Davis Cup kam im Lager der Damen nicht gut an. Auch Barbara Rittner, Head of Womens Tennis im deutschen Verband, übte Kritik. "Es gab leider keine Kommunikation mit den Teamchefs und den Spielerinnen vor dieser Entscheidung", hatte sich Rittner beklagt und angefügt: "Dem Weltverband geht es primär nur ums Geld ? auch im Herrenbereich. Dieses Gefühl habe ich schon seit langem."

Der neue "World Cup of Tennis" wird in der Weltgruppe von bislang acht auf 20 Nationalteams ausgeweitet, nach der Qualifikationsrunde im Februar treten in der ungarischen Hauptstadt in den kommenden drei Jahren zwölf Teams an. Das Preisgeld beträgt insgesamt 18 Millionen Dollar (gut 16 Millionen Euro).

Die Gewinner der acht Qualifikationsspiele treffen in Budapest auf die diesjährigen Finalisten Australien und Frankreich (9./10. November). Dazu kommen per Wildcard Gastgeber Ungarn und Tschechien.

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