Roger Federer ist wieder ein heißer Favorit - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDRoger Federer ist wieder ein heißer Favorit © PIXATHLONPIXATHLONSID

Melbourne - WAS STEHT AN?

Die 107. Auflage der Tennismeisterschaften von Australien, seit 1969 bekannt als Australian Open, startet am Montag (14. Januar) in Melbourne. Titelverteidiger sind Roger Federer (Schweiz) und Caroline Wozniacki (Dänemark). Insgesamt wird um ein Preisgeld von 60,5 Millionen Australischen Dollar (ca. 37,85 Millionen Euro) gespielt. Die Finals finden am 26. Januar (Frauen) und 27. Januar (Männer) in der 15.000 Zuschauer fassenden Rod Laver Arena statt.

WAS IST NEU?

Zum ersten Mal in der Turniergeschichte wird der entscheidende Satz in den Einzeln im Tiebreak ausgespielt. Den fünften Durchgang der Männer und den dritten Durchgang bei den Frauen gewinnt der Spieler, der zuerst zehn Punkte erzielt hat (mindestens zwei Punkte Vorsprung). Wie bei den US Open werden die Spieler zudem unter Zeitdruck gesetzt: Eine sogenannte Serve Clock begrenzt die Zeit zwischen den Ballwechseln auf 25 Sekunden. Bei extremer Hitze greifen außerdem weitere Schutzmaßnahmen für die Spieler.

WER SIND DIE FAVORITEN?

Bei den Männern: die üblichen Verdächtigen. Titelverteidiger Roger Federer und der Weltranglistenerste Novak Djokovic (Serbien) sind mit jeweils sechs Triumphen die Rekordsieger in Melbourne - und auch in diesem Jahr bei den Buchmachern hochgewettet. Auch Rafael Nadal (Spanien), sollte er gesund bleiben, spielt um den Titel. Bei den Frauen gehören die 23-malige Grand-Slam-Siegerin Serena Williams (USA) und die Japanerin Naomi Osaka zu den Favoritinnen.

WIE STEHEN DIE CHANCEN DER DEUTSCHEN?

Die formstarke Angelique Kerber (Kiel) weiß seit 2016, wie sie den Titel in Melbourne gewinnen kann. Ihr neuer Coach Rainer Schüttler (Finale 2003) feierte zudem Down Under seinen größten Erfolg als Spieler. Alexander Zverev (Hamburg) hofft nach dem Triumph beim ATP-Finale auf den Grand-Slam-Durchbruch, verletzte sich jedoch in der Vorbereitung. Zu den jeweils 32 Gesetzten gehören außerdem Julia Görges (Bad Oldesloe) und Philipp Kohlschreiber (Augsburg).

WER FEHLT?

Von den Top-Stars muss nur der Argentinier Juan Martin del Potro pausieren. Der US-Open-Finalist hatte im Oktober einen Bruch der rechten Kniescheibe erlitten. Die Qualifikation verpassten zudem die einstige Wimbledonfinalistin Sabine Lisicki (Berlin) und die seit Monaten formschwache Carina Witthöft (Hamburg).

ZAHLEN, BITTE!

Die Einzelsieger erhalten jeweils einen Scheck über 4,1 Millionen Australische Dollar (ca. 2,56 Millionen Euro), die Verlierer der ersten Runde bekommen noch ca. 46.920 Euro. Vor dem Abschluss der Qualifikation hatten zwölf Deutsche (sechs Männer, sechs Frauen) den Sprung in die 128-köpfigen Hauptfelder geschafft.

WER ÜBERTRÄGT?

Eurosport begleitet die Australian Open wie in den vergangenen Jahren auf mehreren Kanälen. Bis zum Halbfinaltag am Donnerstag der zweiten Turnierwoche (24. Januar) beginnt die Übertragung auf Eurosport 1 im Free-TV um 01.00 Uhr MEZ. Zudem sind ausgewählte Partien auf Eurosport 2 und im Eurosport Player zu sehen. Als Experten begleiten Boris Becker und Barbara Rittner, beide auch beim Deutschen Tennis Bund (DTB) angestellt, das Geschehen.

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