Steht auch in Paris im Achtelfinale: Roger Federer - Bildquelle: GettySteht auch in Paris im Achtelfinale: Roger Federer © Getty

Paris - Grand-Slam-Rekordsieger Roger Federer hat in seinem 400. Match bei einem der vier großen Turniere das Achtelfinale der French Open in Paris erreicht. Dabei besiegte der Schweizer den Norweger Casper Ruud (20), dessen Vater einst selbst Tennisprofi war, mit 6:3, 6:1, 7:6 (10:8). Federer ist darüber hinaus der älteste Achtelfinalist in Roland Garros seit Nicola Pietrangeli aus Italien vor 47 Jahren.

Federer, der erstmals seit 2015 wieder am Bois de Boulogne spielt, konnte nicht durchgehend überzeugen. Vor allem im letzten Satz wurde der 20-fache Grand-Slam-Sieger von Ruud, dessen Vater Christian es bei den Australian Open 1997 bis ins Viertelfinale geschafft hatte, gewaltig geärgert. Federer musste im Tiebreak sogar einen Satzball abwehren, nutzte dann aber nach 2:11 Stunden seinen vierten Matchball.

Frauen: Auch Pliskova raus

"Ich bin erleichtert und freue mich jetzt auf eine Dusche", sagte Federer verschwitzt nach dem Rekordmatch. Ruud senior war sogar noch aktiv gewesen, als Federer vor 20 Jahren als 17-Jähriger erstmals im Hauptfeld in Roland Garros stand. "Sie haben damals zusammen trainiert", hatte der Sohn im Vorfeld berichtet. 

Unterdessen wird bei den Frauen das Feld der Anwärterinnen auf den Titel von immer kleiner. Am Freitag scheiterte die in Paris an Nummer zwei gesetzte Karolina Pliskova (Tschechien) mit 3:6, 3:6 an Petra Martic (Kroatien). Von dieser Niederlage profitierte auch Naomi Osaka (Japan), die in der Weltrangliste Platz eins behalten wird. Unter anderem noch im Turnier sind Titelverteidigerin Simona Halep (Rumänien) und Serena Williams (USA).

Neben Pliskova hatten auch Angelique Kerber (Kiel), Kiki Bertens (Niederlande) und Petra Kvitova (Tschechien) die theoretische Chance besessen, Osaka in Paris vom Thron zu stoßen. Wimbledonsiegerin Kerber scheiterte jedoch in Roland Garros schon in Runde eins, Bertens musste ihr Match gesundheitsbedingt aufgeben, Kvitova hatte wegen Verletzung abgesagt.

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