Der Court Suzanne Lenglen fasst normal 10.000 Zuschauer - Bildquelle: AFPSIDTHOMAS SAMSONDer Court Suzanne Lenglen fasst normal 10.000 Zuschauer © AFPSIDTHOMAS SAMSON

Köln (SID) - Zwei Spielerhotels, regelmäßige Tests - aber 11.500 Zuschauer pro Tag: Die French Open in Paris wollen die Corona-Blase zumindest anstechen. Der frühere Weltklassespieler Guy Forget, Turnierdirektor beim dritten Grand-Slam-Turnier des Jahres (27. September bis 11. Oktober), gab gemeinsam mit dem französischen Verband FFT am Montag erste Details zum Ablauf bekannt.

Unterteilt werden soll das Turnier in drei voneinander unabhängige Cluster rund um den Court Philippe Chatrier (Fassungsvermögen: 15.000), den Court Suzanne Lenglen (10.000) und den Court Simonne Mathieu (5000). Auf Lenglen und Chatrier sind jeweils 5000 Zuschauer zugelassen, auf Mathieu 1500, der Wechsel zwischen den Plätzen ist nicht möglich.

Auf den übrigens Courts sind keine Besucher erlaubt. Normalweise bewegen sich pro Tag 20.000 Menschen auf dem Turniergelände. Bei den derzeit laufenden US Open in New York sind keine Zuschauer zugelassen.

In der Nähe der Anlage im Bois de Boulogne wird der Verband zwei Hotels anmieten, die ausschließlich den Spielern und ihren Betreuern zur Verfügung stehen. "Alle müssen in diesen Hotels wohnen, es wird keine Ausnahmen geben", sagte Jean-Francois Vilotte, der Generaldirektor des Verbandes.

Von dem Gedanken einer hermetisch verschlossenen Blase habe man sich verabschiedet, sagte Vilotte: "Das ist ein Hirngespinst." Alle Teilnehmer werden bei ihrer Ankunft getestet und bekommen ihre Akkreditierung erst bei einem negativen Ergebnis. Ein zweiter Test folgt 72 Stunden später, danach wird im Abstand von fünf Tagen erneut kontrolliert.