Zuletzt machte sich Skepsis rund um die US-Open breit - Bildquelle: AFPSIDJOHANNES EISELEZuletzt machte sich Skepsis rund um die US-Open breit © AFPSIDJOHANNES EISELE

Frankfurt/Main (SID) - Trotz aller Widrigkeiten durch die Coronavirus-Pandemie laufen die Vorbereitungen für die US Open auf Hochtouren. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge gibt es erste Details bezüglich der Unterbringung der Tennisprofis in abgeschotteten Hotels sowie eines Hygiene- und Schutzkonzeptes. 

Auch beim Problem der Ein- und Ausreise trotz internationaler Reisebeschränkungen sollen die Organisatoren Fortschritte machen. Nach der Absage des ATP-Turniers in Washington (ab 14. August geplant) am Dienstag waren die Zweifel an einer Austragung der US Open (31. August bis 13. September) gewachsen.

Den Berichten zufolge sollen die Teilnehmer in New York nicht wie zunächst angedacht in einem Hotel am Flughafen JFK in einer "Bubble" isoliert werden, sondern im Marriott in Long Island mit über 600 Zimmern. Als Ergänzung stehe ebenfalls in Long Island das Garden City Hotel bereit. Auch die Anmietung von Privathäusern soll in Ausnahmefällen möglich sein, solange sich Spieler an Isolationsregeln halten und regelmäßig getestet werden.

Alle Profis sollen direkt bei ihrer Ankunft am Hotel auf eine Corona-Infektion getestet werden. Bis zum Ergebnis des Tests dürfen sie ihr Zimmer nicht verlassen. Binnen 48 Stunden soll ein zweiter Test folgen, weitere im Verlauf des Turniers. Zudem würde bei den Profis täglich die Körpertemperatur gemessen, abseits von Training und Wettkampf gelte auf der Tennisanlage in Flushing Meadows Maskenpflicht. Jedem Spieler sollen bis zu drei Gäste erlaubt sein.

Ein großes Problem stellen bislang die internationalen Reisebeschränkungen dar, besonders die Weiterreise der Profis nach Europa, wo im Anschluss an die US Open etwa die Sandplatzturniere in Madrid und Rom sowie die French Open (ab 27. September) geplant sind. Der US-Tennisverband USTA arbeitet den Berichten zufolge mit den zuständigen Behörden daran, die Weiterreise der Spieler nach Europa ohne anschließende Quarantäne zu ermöglichen.

Die Einreise in die USA soll hingegen kein Problem mehr sein. "Es gibt jetzt auch die Zusicherung der Homeland Security, dass die Spieler ohne Quarantäne einreisen dürfen", sagte Herwig Straka, Mitglied des Board of Directors der Spielerorganisation ATP sowie Manager des Weltranglistendritten Dominic Thiem (Österreich), am Donnerstag der Tiroler Tageszeitung.