Zwangsversteigerung ist beendet - Bildquelle: AFPSIDDANIEL ROLANDZwangsversteigerung ist beendet © AFPSIDDANIEL ROLAND

Köln - Zahlreiche Trophäen und andere Erinnerungsstücke aus der erfolgreichen Karriere von Deutschlands Tennis-Idol Boris Becker haben in einer zweieinhalbwöchigen Zwangsversteigerung mehr als 750.000 Euro eingebracht. Als teuerstes Objekt stand eine Replik des US-Open-Pokals von 1989 am Ende der Online-Auktion laut Homepage bei umgerechnet gut 167.000 Euro. Durch die Erlöse aus der Versteigerung des britischen Auktionshauses Wyles Hardy soll ein Teil von Beckers Schulden beglichen werden.

Insgesamt standen 82 Artikel zum Verkauf, darunter Pokale, eine Replik der Trophäe für einen von Beckers drei Wimbledonsiegen, Uhren, Medaillen, Tennisschläger, Fotos, benutzte Socken und signierte Schuhe. Der 51-Jährige hatte während seiner Karriere 49 Turniere gewonnen, davon sechs Grand Slams.

Becker 2017 von Londoner Gericht für zahlungsunfähig erklärt

Ein Konkursgericht in London hatte Becker im Juni 2017 wegen unbeglichener Schulden für zahlungsunfähig erklärt. Die Auktion sollte bereits vor einem Jahr stattfinden, wurde jedoch gestoppt. 

Becker hatte zunächst erklärt, als Sport-Attache der Vertretung der Zentralafrikanischen Republik bei der EU in Brüssel diplomatische Immunität zu genießen. Das Außenministerium des afrikanischen Staates widersprach jedoch. Im Dezember 2018 kündigte Becker an, er mache nicht länger einen Diplomatenstatus geltend und machte den Weg für die Zwangsversteigerung frei.