Bei den WTA-Finals winkt dieses Jahr ein Rekordpreisgeld - Bildquelle: AFPSIDROSLAN RAHMANBei den WTA-Finals winkt dieses Jahr ein Rekordpreisgeld © AFPSIDROSLAN RAHMAN

Köln - Das Preisgeld bei den WTA-Saisonfinals im chinesischen Shenzhen sprengt alle Rekorde, allen voran der Jackpot: Sollte die Gewinnerin des Turniers der acht besten Tennisspielerinnen des Jahres (27. Oktober bis 3. November) unbesiegt bleiben, würde sie 4,75 Millionen Dollar (rund 4,3 Millionen Euro) kassieren. Das ist übergreifend die höchste Einzelprämie im Tennis. Zum Vergleich: Alexander Zverev (Hamburg) hatte 2018 als Gewinner des ATP-Finals "nur" 2,71 Millionen Dollar erhalten (2,45 Millionen Euro).

Für WTA-Tourchef Steve Simon ist dies eine Bestätigung für den gestiegenen Stellenwert des Damentennis weltweit und der Lohn für die anhaltenden Bemühungen um Gleichberechtigung. "Fünf Jahrzehnte lang haben wir für gleiche Bezahlung und gleiche Möglichkeiten gekämpft", sagte Simon.

WTA-Finals: Preisgeld verdoppelt

Mit der Vergabe der Jahresabschluss-Veranstaltung nach China bis 2028 hat sich auch das Preisgeld verdoppelt. In Einzel und Doppel werden insgesamt 14 Millionen Dollar ausgeschüttet, umgerechnet gut 12,6 Millionen Euro. Das ist doppelt so viel wie noch bei der vergangenen Austragung 2018 in Singapur. Dort hatte die siegreiche Ukrainerin Jelena Switolina 2,662 Millionen Dollar (2,4 Millionen Euro) kassiert.

Selbst wenn die Siegerin in Shenzhen im Verlauf der Veranstaltung zwei Spiele verlieren sollte, könnte sie dies problemlos verschmerzen. Sie würde immer noch 4,115 Millionen Dollar verdienen (3,72 Millionen Euro), bei einer Niederlage wären es 4,42 Millionen Dollar (4,0 Millionen Euro).

Dies wäre immer noch die zweithöchste Siegprämie für einen Einzelsportler weltweit. Übertroffen wird sie nur von der US-Tour der Profigolfer. Der Gesamtsieger der Turnierserie um den sogenannten FedEx-Cup erhält eine Bonuszahlung von zehn Millionen Dollar (9,04 Millionen Euro).