Dabei verlangte die Saison den Mannschaften nicht nur sportlich einiges ab. Gerade das Hitze-Wochenende Ende Juni stellte Vereine sowie Spielerinnen und Spieler vor besondere Herausforderungen. Aufgrund der angekündigten hohen Temperaturen ermöglichte der TSA angepasste Anfangszeiten und in zahlreichen Spielklassen auch eine einseitige Spielverlegung, ohne dass hierfür die Zustimmung der gegnerischen Mannschaft erforderlich war. Ausgenommen von dieser Regelung waren die Landesoberligen, in denen eine Verlegung weiterhin nur im gegenseitigen Einvernehmen möglich war. Einige Begegnungen wurden auf dieser Grundlage auf spätere Termine verschoben.

Für einige Landesmeister war mit dem Titelgewinn zudem noch nicht Schluss: Im September folgten die Aufstiegsspiele zur Ostliga – und auch dort gab es aus TSA-Sicht Grund zum Jubeln.

Die erfolgreichen Mannschaften werden im Rahmen des 37. Landesverbandstages des Tennisverbandes Sachsen-Anhalt am 17. Oktober in Magdeburg für ihre Landesmeisterschaften ausgezeichnet.

Herren: TC Rot-Weiß Dessau

Sechs Spiele, sechs Siege. In der Herren-Landesoberliga führte 2026 kein Weg am TC Rot-Weiß Dessau vorbei. Mit 12:0 Tabellenpunkten und 30:6 Matchpunkten blieb die Mannschaft ungeschlagen. Zum Schlüsselspiel wurde das direkte Duell mit dem MTV „Einheit“: Mit dem 4:2-Auswärtserfolg verschafften sich die Dessauer den entscheidenden Vorteil im Titelrennen. Am letzten Spieltag folgte ein weiteres 4:2 gegen den HTC Peißnitz. Der MTV „Einheit“ belegte mit 10:2 Punkten Rang zwei vor dem HTC.

Im anschließenden Aufstiegsspiel zur Ostliga endete der Erfolgslauf allerdings mit einer Niederlage. Gegen die Berliner Bären musste Dessau auf mehrere Spieler verzichten, da zeitgleich die eigene Herren-30-Mannschaft um den Ostliga-Aufstieg spielte. Die Berliner entschieden alle neun Matches für sich und gewannen mit 9:0.

Damen: HTC Peißnitz

Deutlich enger fiel die Entscheidung bei den Damen aus. HTC Peißnitz und MTV „Einheit“ beendeten die Saison beide mit 10:2 Tabellenpunkten, den Ausschlag zugunsten der Hallenserinnen gaben schließlich die Matchpunkte. Mit 29:7 lag der HTC knapp vor dem MTV mit 27:9.
Ein wichtiger Schritt zum Titel gelang bereits im Mai, als Peißnitz das erste direkte Duell mit 5:1 gewann. Im Rückspiel Ende Juni revanchierte sich der MTV: Nach einem 3:3 bei den Matches und 7:7 Sätzen entschieden die Magdeburgerinnen die Begegnung aufgrund des besseren Spielverhältnisses für sich. Für einen Wechsel an der Tabellenspitze reichte das jedoch nicht mehr. Auch die Damen des HTC vertraten den TSA anschließend im Aufstiegsspiel zur Ostliga. Gegen den TC 1990 Apolda mussten die Hallenserinnen allerdings ersatzgeschwächt antreten und unterlagen mit 0:9.

Herren 30: TC Rot-Weiß Dessau

Noch eindrucksvoller als die erste Herrenmannschaft marschierten die Herren 30 des TC Rot-Weiß Dessau durch ihre Landesoberliga. Sechs Begegnungen, sechs Siege und 35:1 Matchpunkte sprechen eine deutliche Sprache. Ausgerechnet der spätere Vizemeister 1. TC Magdeburg holte beim 1:5 den einzigen Matchpunkt, den Dessau während der gesamten Saison abgab.

Der Landesmeistertitel sollte allerdings nur der erste Teil einer außergewöhnlichen Saison werden. Im Aufstiegsspiel beim BTC Grün-Gold 1904 stand es nach den Einzeln 3:3. Zwei Dessauer Doppel wurden anschließend erst im Match-Tie-Break entschieden, beide zugunsten des TC Rot-Weiß. Mit dem 5:4-Auswärtserfolg machte die Mannschaft den Aufstieg in die Ostliga perfekt.

Herren 40: SG Einheit Stendal

Ebenfalls ohne Niederlage blieb die SG Einheit Stendal bei den Herren 40. Mit sechs Siegen und 12:0 Punkten setzte sich das Team vor dem MTV „Einheit“ und dem HTC Peißnitz durch. 26:10 Matchpunkte unterstreichen, dass die Konkurrenz den Stendalern durchaus einiges abverlangte – am Ende fanden sie jedoch in jeder Begegnung einen Weg zum Sieg.

Und die Saison bekam noch eine Zugabe. Im Aufstiegsspiel zur Ostliga gegen den TV Blau-Weiß Warnemünde stand es nach den sechs Einzeln 3:3. Die Entscheidung musste in den Doppeln fallen. Carsten Zeihn/Tomas Burger legten vor, Michael Seeber/Andreas Fester holten anschließend mit 7:5, 6:0 den entscheidenden fünften Punkt. Nach sieben Stunden Gesamtspielzeit stand der 5:4-Erfolg und damit der Aufstieg in die Ostliga fest.

Herren 50: TC Rotehorn Magdeburg

Deutlich wechselhafter verlief das Titelrennen bei den Herren 50. Der TC Rotehorn Magdeburg beendete die Saison mit drei Siegen aus vier Begegnungen und 6:2 Tabellenpunkten. Dahinter folgten der TC Rot-Weiß Dessau und der HTC Peißnitz mit jeweils 4:4 Punkten.
Gerade weil sich die Spitzenteams gegenseitig Punkte abnahmen, blieb die Meisterschaft lange offen. Am Ende verteidigte Rotehorn seine Spitzenposition und sicherte sich mit 15:9 Matchpunkten den Landesmeistertitel.

Herren 60: TC Schkopau

Vier Spiele, vier Siege: Der TC Schkopau blieb bei den Herren 60 ohne Punktverlust und beendete die Landesoberliga mit 8:0 Tabellenpunkten. Dabei war der Vorsprung auf den TC Rot-Weiß Dessau keineswegs uneinholbar groß. Der direkte Vergleich entwickelte sich zum Schlüsselspiel im Meisterschaftsrennen und ging mit 4:2 an Schkopau. Mit 18:6 Matchpunkten setzte sich der TC Schkopau schließlich vor Dessau und dem Blankenburger TC durch.

Herren 65: TC Jessen

Bei den Herren 65 führte der Weg zum Titel über den TC Jessen. Fünf Siege aus sechs Begegnungen brachten den Jessenern 10:2 Tabellenpunkte und damit den ersten Platz. Hinter dem Landesmeister entwickelte sich ein enges Rennen: Der HTC Peißnitz und der MTV „Einheit“ kamen jeweils auf 8:4 Punkte. Mit 25:11 Matchpunkten besaß Jessen am Ende aber auch hier die beste Bilanz und krönte die konstante Saison mit dem Landesmeistertitel. 

Herren 70: Blankenburger TC

Eine sehr erfolgreiche Saison spielte der Blankenburger TC bei den Herren 70. Sechs Begegnungen, sechs Siege, 12:0 Tabellenpunkte und 31:5 Matchpunkte. Der BTC ließ über die gesamte Saison hinweg keinen Zweifel an seiner Spitzenposition aufkommen. Der TC Rot-Weiß Dessau folgte mit deutlichem Abstand auf Rang zwei, während die zweite Mannschaft des TC Sandanger den dritten Platz belegte.

Herren 75: Biederitzer TC

Makellos fiel auch die Bilanz des Biederitzer TC bei den Herren 75 aus. In der aus drei Mannschaften bestehenden Landesliga wurden Hin- und Rückspiele ausgetragen. Biederitz gewann alle vier Begegnungen und gab dabei keinen einzigen Matchpunkt ab. Mit 8:0 Tabellenpunkten, 12:0 Matchpunkten und 24:1 Sätzen ging der Landesmeistertitel damit souverän nach Biederitz. Der TC Wittenberg und Union 1861 Schönebeck folgten auf den weiteren Plätzen.

Damen 40: TC Blau-Weiß Zeitz

Mehr Spannung im Meisterschaftsrennen war bei den Damen 40 kaum möglich. Gleich drei Mannschaften beendeten die Saison mit 10:2 Tabellenpunkten: der TC Blau-Weiß Zeitz, der TC Rotehorn Magdeburg und der TC Rot-Weiß Dessau. Damit musste der Blick auf die Matchpunkte fallen. Und dort hatte der TC Blau-Weiß Zeitz mit 28:8 knapp die Nase vorn. Rotehorn folgte mit 25:11, Dessau mit 22:14. Ein Meisterschaftsrennen auf Augenhöhe, das erst die Bilanz aus der gesamten Saison zugunsten der Zeitzerinnen entschied.

Damen 50: HTC Peißnitz

Keine Rechenarbeit war dagegen bei den Damen 50 notwendig. Der HTC Peißnitz gewann alle sieben Begegnungen und beendete die Landesliga mit der maximalen Ausbeute von 14:0 Tabellenpunkten. Auch die Matchbilanz von 37:5 verdeutlicht die Überlegenheit der Hallenserinnen. Der TC Wolfen 1922 spielte ebenfalls eine starke Saison und gewann sechs seiner sieben Begegnungen – die einzige Niederlage kassierte Wolfen gegen den späteren Landesmeister.
Für den HTC folgte auf den Landesmeistertitel sogar der Sprung auf die nächste Ebene: Die Damen 50 stehen als Aufsteiger in die Ostliga fest.

Damen 60: MTC Germania 1926

Bei den Damen 60 entwickelte sich zunächst ein Duell zwischen dem MTC Germania 1926 und dem TC Stendal 1912. Beide Mannschaften marschierten lange ohne Niederlage durch die Saison, sodass vieles auf den direkten Vergleich als Entscheidung um die Meisterschaft hinauslief. Diesen gewann Germania schließlich mit 3:0. Damit beendeten die Magdeburgerinnen die Saison mit einer außergewöhnlichen Bilanz: sechs Siege aus sechs Begegnungen, 12:0 Tabellenpunkte und 18:0 Matchpunkte. Kein einziges Einzel oder Doppel ging über die gesamte Spielzeit verloren. Stendal folgte mit 10:2 Punkten auf Rang zwei.
Auch für Germania ging die Reise anschließend weiter: Die Damen 60 schafften ebenfalls den Aufstieg in die Ostliga.

Junioren U18: TC Wernigerode

Bei den Junioren U18 führte kein Weg am TC Wernigerode vorbei. Fünf Begegnungen, fünf Siege und 10:0 Tabellenpunkte standen am Ende zu Buche. Lediglich zwei der insgesamt 15 Matchpunkte gab die Mannschaft während der gesamten Saison ab. Mit 13:2 Matchpunkten setzte sich Wernigerode vor dem HTC Peißnitz und dem 1. TC Magdeburg durch und sicherte sich damit ungeschlagen den Landesmeistertitel.

Junioren U15: TC Wernigerode

Gleich noch einen zweiten Nachwuchstitel holte der TC Wernigerode bei den Junioren U15. Diesmal verlief der Weg zur Meisterschaft allerdings nicht ohne Rückschlag. Vier Siege standen einer Niederlage gegenüber. Mit 8:2 Tabellenpunkten und 11:4 Matchpunkten reichte die Bilanz dennoch zum ersten Platz. Der 1. TC Magdeburg folgte mit 6:4 Punkten auf Rang zwei, der TC Rot-Weiß Dessau belegte Platz drei.

Juniorinnen U18: TC Sandanger

Vier Spiele, viermal gewonnen: Die Juniorinnen U18 des TC Sandanger spielten eine makellose Saison. Mit 8:0 Tabellenpunkten und 10:2 Matchpunkten setzte sich die Mannschaft vor dem HTC Peißnitz und dem 1. TC Magdeburg durch. Gerade in den Begegnungen mit den unmittelbaren Verfolgern legte Sandanger den Grundstein für eine Landesmeisterschaft, bei der die Mannschaft über die gesamte Saison hinweg ungeschlagen blieb.

Juniorinnen U15: 1. TC Magdeburg

Noch deutlicher fiel die Entscheidung bei den Juniorinnen U15 aus. Der 1. TC Magdeburg gewann alle vier Saisonspiele – und gab dabei tatsächlich keinen einzigen Matchpunkt ab. Mit 8:0 Tabellenpunkten, 12:0 Matchpunkten und 24:1 Sätzen beendeten die Magdeburgerinnen die Spielzeit deutlich vor dem TC Rot-Weiß Dessau und dem MTV „Einheit“. Eine nahezu makellose Bilanz, die den Landesmeistertitel entsprechend eindrucksvoll unterstreicht.

Jugend U12: 1. TC Magdeburg

Auch in der U12 ging der Landesmeistertitel an den 1. TC Magdeburg. Und auch hier blieb die Mannschaft ohne einen einzigen abgegebenen Matchpunkt. Fünf Siege aus fünf Begegnungen bedeuteten 10:0 Tabellen- und 15:0 Matchpunkte. Damit ließ der 1. TCM im Titelrennen nichts anbrennen. Der TC Wernigerode und der TC Rot-Weiß Dessau kamen jeweils auf 6:4 Tabellenpunkte und belegten die Plätze zwei und drei.

Jugend U10: 1. TC Magdeburg

Einen anderen Weg zum Landesmeistertitel gab es in der U10. Zunächst wurde in zwei Jugendbereichsklassen gespielt. In der Staffel Halle setzte sich der TC Grün-Weiß Aschersleben durch, während der 1. TC Magdeburg die Staffel Magdeburg mit fünf Siegen aus fünf Begegnungen sowie beeindruckenden 15:0 Matchpunkten gewann.

Damit standen sich beide Staffelsieger anschließend im Endspiel um die Landesmeisterschaft gegenüber. Dort setzte der 1. TCM seine erfolgreiche Saison fort und gewann mit 3:0 gegen den TC Grün-Weiß Aschersleben. Der letzte Nachwuchstitel der Sommerrunde ging damit ebenfalls in die Landeshauptstadt.

Von der Landes-Mannschaftsmeisterschaften bis in die Ostliga

Mit den letzten Entscheidungen ist eine Sommerrunde abgeschlossen, die ganz unterschiedliche Geschichten geschrieben hat. Von makellosen Bilanzen wie bei den Herren 30 des TC Rot-Weiß Dessau oder den Juniorinnen U15 und der U12 des 1. TC Magdeburg bis zum Dreikampf der Damen 40, bei dem erst die Matchpunkte über den Landesmeister entschieden. Hinzu kamen die außergewöhnlichen Witterungsbedingungen Ende Juni, die von den Vereinen und Mannschaften zusätzliche Flexibilität verlangten.

Für einige Teams endete der sportliche Weg nicht mit dem Landesmeistertitel. Besonders erfolgreich waren dabei die Herren 30 des TC Rot-Weiß Dessau und die Herren 40 der SG Einheit Stendal, die ihre Aufstiegsspiele jeweils mit 5:4 gewannen und künftig in der Ostliga antreten. Auch die Damen 50 des HTC Peißnitz und die Damen 60 des MTC Germania 1926 schafften den Sprung in die überregionale Spielklasse.

Der Tennisverband Sachsen-Anhalt gratuliert allen Landesmannschaftsmeistern zu ihren Erfolgen und bedankt sich zugleich bei allen Spielerinnen und Spielern, Mannschaftsführerinnen und Mannschaftsführern sowie den Verantwortlichen und Helfenden in den Vereinen, die über die gesamte Sommerrunde hinweg zum Gelingen des Punktspielbetriebs beigetragen haben.

Die offizielle Auszeichnung der Landesmannschaftsmeister erfolgt beim 37. Landesverbandstag des TSA am 17. Oktober 2026 im Roncalli-Haus in Magdeburg.

Die vollständigen Tabellen und Ergebnisse der Sommerrunde 2026 sind im TSA-Ergebnisportal bei nuLiga abrufbar.

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