Tennis verbindet: Erfolgreiche Teilnahme am Ralph and Mary Wilson Friendship Cup
Ein ganz besonderes Tennis-Erlebnis durfte Renate Nadge vom 1. TC Magdeburg im September 2026 erleben. Vom 10. bis 14. September 2026 fand in Feld am See in Österreich die 16. Auflage des Ralph and Mary Wilson Friendship Cup statt. Bei dem von der Wilson Foundation gesponserten internationalen Tenniswettbewerb traf eine Weltauswahl auf ein Team aus den USA.
Für Renate Nadge war die Teilnahme eine besondere Ehre. Um sich für das internationale Team zu bewerben, müssen Spielerinnen mindestens 75 Jahre alt sein, ein entsprechendes spielerisches Niveau bei Turnieren der Kategorie MT 700 nachweisen und ihre Bewerbung auf Englisch mit einer kurzen persönlichen Tennisbiografie einreichen.
Aus einer großen Zahl von Bewerbungen ausgewählt zu werden, war für Renate daher ein ganz besonderer Moment:
„Ich war sehr stolz und geehrt, als ich die Nachricht vom Programmdirektor erhielt, dass ich für das internationale Team bestätigt wurde.“
Internationale Tennis-Elite trifft auf das Team USA
Insgesamt zwölf Spielerinnen aus verschiedenen Ländern bildeten das internationale Team. Vertreten waren Australien, Italien, Deutschland, die Schweiz, Slowenien, Österreich und England. Ihnen standen zwölf Spielerinnen aus verschiedenen Teilen der USA gegenüber.
Angeführt wurde das amerikanische Team von der Weltranglistenersten Gwenda Ward aus Florida. Im internationalen Team stand ihr mit Renhilde Adams aus Deutschland die Nummer drei der Weltrangliste gegenüber.
Das von den Mannschaftsführerinnen festgelegte Ranking sorgte für ausgeglichene und hochklassige Begegnungen. Jede Spielerin absolvierte ein Einzel und ein Doppel. Ein Sieg im Einzel brachte einen Punkt, ein gewonnener Doppelvergleich wurde mit zwei Punkten bewertet.
Renate Nadge gewinnt ihr Einzel in drei Sätzen
Nach den Einzeln lag das internationale Team mit 8:4 Punkten in Führung. Auch Renate Nadge konnte einen wichtigen Beitrag leisten. Sie setzte sich gegen Marcia Daniels aus Texas in drei Sätzen durch.
Dabei war insbesondere der dritte Satz eine Herausforderung. In der Altersklasse 75 wird dieser noch vollständig ausgespielt. Für Renate Nadge war das eine ungewohnte Situation, denn aufgrund ihres Alters spielt sie mittlerweile in der Altersklasse 80, in der bei entsprechender Regelung der Champions-Tiebreak zum Einsatz kommt.
„Seit drei Jahren hatte ich keinen dritten Satz mehr gespielt. Umso froher war ich über meinen Beitrag für das Team“, berichtet Renate.
Doch trotz der Führung nach den Einzeln war die Begegnung noch lange nicht entschieden. Die amerikanischen Spielerinnen gelten als besonders starke Doppelspielerinnen – entsprechend spannend wurden die abschließenden Doppel.
Historisches Ergebnis beim Wilson Friendship Cup
Am Ende entwickelte sich der wohl knappste Ausgang in der Geschichte des Friendship Cups.
12:12 Punkte, 22:22 Sätze und 208:204 Spiele.
Damit hatte das internationale Team den Ralph and Mary Wilson Friendship Cup 2026 gewonnen.
Mit großer Freude und Stolz nahmen die Spielerinnen ihre Goldmedaillen entgegen. Die Namen der Teilnehmerinnen wurden außerdem dauerhaft auf dem großen Pokal verewigt – eine Erinnerung, die Renate Nadge und ihre Mitspielerinnen sicherlich noch lange begleiten wird.
Freundschaft steht beim Wilson Cup im Mittelpunkt
Neben dem sportlichen Erfolg stand beim Friendship Cup vor allem der Gedanke der internationalen Begegnung und Freundschaft im Mittelpunkt.
„Der Wilson Friendship Cup trägt zu Recht den Namen der Freundschaft“, erzählt Renate Nadge. „Zwischen uns herrschte immer eine herzliche und freundschaftliche Atmosphäre.“
Neue Freundschaften entstanden, Kontaktdaten und E-Mail-Adressen wurden ausgetauscht und auch sprachliche Herausforderungen konnten dem gemeinsamen Erlebnis nichts anhaben.
Neben den spannenden Spielen auf dem Tennisplatz blieb außerdem Zeit, die wunderschöne Umgebung Kärntens kennenzulernen. Bei einer gemeinsamen Bustour konnten die Teilnehmerinnen die Region entdecken und die Tage auch abseits des Tennisplatzes genießen.
„Wir hatten tolle und unvergessliche Tage auf und neben dem Tennisplatz und fühlten uns mehr als wohl in der internationalen Tennisfamilie.“
Ein besonderer Dank an Mary Wilson
Zum Abschluss richtet Renate Nadge ihren besonderen Dank an Mary Wilson und ihren verstorbenen Mann Ralph Wilson, die den Friendship Cup ins Leben gerufen haben.
Das internationale Tennisevent findet alle zwei Jahre statt. Eine Teilnahme ist dabei nur einmal im Leben möglich – was die Aufnahme in das Teilnehmerfeld für Renate Nadge umso besonderer macht.
Für den 1. TC Magdeburg ist ihre Teilnahme am Wilson Friendship Cup 2026 ein außergewöhnliches Erlebnis und ein schönes Beispiel dafür, dass Tennis auch im höheren Alter sportliche Herausforderungen, internationale Begegnungen und neue Freundschaften miteinander verbinden kann.
Der 1. TC Magdeburg gratuliert Renate Nadge herzlich zu diesem besonderen Erfolg und zu ihrem Beitrag zum Gewinn des Wilson Friendship Cup 2026.