Möglich gemacht hat diesen Schritt eine stetige sportliche Entwicklung, die ihn in den vergangenen Monaten immer weiter in der Weltrangliste nach vorn geführt hat. Und die als ein kleines Puzzleteil unter vielen auch auf einer langjährigen Förderung durch den Tennis-Verband Niederrhein fußt.
Tom ist in der Qualifikation der Herren der einzige deutsche Spieler: Alexander Zverev, Daniel Altmaier, Yannick Hanfmann und Jan-Lennard Struff stehen bereits im Hauptfeld. Drei Siege trennen den gebürtigen Duisburger davon, diese Gruppe arrivierter deutscher Profis zu einem Quintett zu machen.
Dass er sich diese Chance erspielt hat, ist das Ergebnis einer stetigen und beeindruckenden Entwicklung. In den vergangenen Monaten und Jahren hat sich Gentzsch in der Weltrangliste kontinuierlich verbessert. Nach seinem jüngsten Halbfinaleinzug beim Challenger in Ostrava erreichte er mit Platz 219 sein bislang bestes ATP‑Ranking. Seit er vor rund zweieinhalb Jahren mit Jan Velthuis am Bundesstützpunkt in Kamen trainiert, hat Tom Gentzsch durch fleißiges Punktesammeln auf internationalen Turnieren mehr als 500 Plätze in der Weltrangliste gutgemacht. Schon früh im Jahr 2026 hat er durch Finalteilnahmen auf Challenger-Turnieren in Koblenz und Split gezeigt, dass die laufende Saison ihn weiterhin in die richtige Richtung führt.
Begonnen hat seine Tennisgeschichte im familiären Umfeld am Niederrhein. Tom ist in Ratingen-Breitscheid zu Hause. Die ersten Schritte Richtung Tennissport machte er früh über sein direktes Umfeld: Seine Eltern haben beide einen Tennis-Hintergrund, auch seine Geschwister spielen Tennis. Mutter Eva spielte beim TuS Breitscheid und ist staatlich geprüfte Tennislehrerin, Vater Martin Gentzsch war beim Lintorfer TC aktiv. Dort begann Tom Gentzsch im Alter von fünf Jahren dann selbst mit dem Tennis und sein überdurchschnittliches Talent blieb nicht lange unentdeckt.
Langjährige Förderung im Kadertraining des TVN
Von seinem elften bis zu seinem 17. Lebensjahr gehörte er dann folgerichtig dem TVN-Verbandskader an. Dort konnte er wichtige Schritte auf dem Weg zum Leistungssportler gehen. Seine Juniorenkarriere beendete Tom beim Heimspiel in der Halle des Verbandes mit einer Vizemeisterschaft U18 bei den Deutschen Meisterschaften 2021. Im Vereinstennis ist er der TVN-Region treu geblieben und steht mittlerweile im Bundesligakader des TC Bredeney.
Sowohl die Jugendförderung als auch die aktuelle Unterstützung durch seinen Landesverband sind, zusätzlich zur Förderung im DTB‑Perspektivkader, aus der Sicht der „Tennis-Familie“ Gentzsch eine wertvolle Grundlage für die positive Entwicklung im Profibereich. Umgekehrt ist Toms bisheriger Karriereverlauf mit dem vorläufigen Höhepunkt Roland Garros für die Verantwortlichen des TVN ein starkes Signal: Ein Spieler, für den der niederrheinische Leistungskader ein nicht unerheblicher Teil seiner bisherigen Karriere-Wegstrecke war, hat sich bis an die Tür zu einem Grand-Slam herangearbeitet.