Die Niederrhein Meisterschaften 2026 sind am Sonntag mit den Finalentscheidungen in allen Konkurrenzen zu Ende gegangen. In den Einzelkonkurrenzen der offenen Klassen setzten sich Sarah Gronert vom TC Kaiserswerth und Finn Bischof vom Tennisclub Bredeney durch. Die Doppeltitel gingen an Kristina Sachenko/Arina Kostina sowie Stuart Rehfuß/Ben Schneider.

Nach einer letztjährigen Turnierwoche, die von großer Hitze geprägt war, gab es in diesem Jahr über die gesamten Meisterschaften hinweg durchwachsenes Wetter als Herausforderung für Spielr:innen und Turnierorganisation. An zwei Tagen mussten Matches dann auch in der Halle ausgetragen werden. Auch der Endspielsonntag auf der Anlage des Lintorfer TC präsentierte sich bewölkt, aber immerhin regenfrei. Den gezeigten Leistungen in den beiden Königsklassen der Meisterschaften taten die Bedingungen ohnehin keinen Abbruch. Gegen den Trend im Seniorenbereich, der einen Rückgang der Meldungen im Vergleich zu den Vorjahren zu verzeichnen hatte, gab es bei den Damen und Herren der offenen Klasse zahlenmäßig und qualitativ gut besetzte Felder, in denen sich Sarah Gronert und Finn Bischof  am Ende zwei Protagonisten durchsetzten, die bereits eine niederrheinische Titel-Vergangenheit aufweisen können.

Sarah Gronert: Vierter Verbandstitel am Niederrhein

Bei den Damen wurde Sarah Gronert ihrer Setzposition gerecht. Die topgesetzte Spielerin vom TC Kaiserswerth, die in dieser Sommersaison in der Regionalliga für Hansa Dortmund auf Punktejagd geht, setzte sich eindrucksvoll gegen die jüngere Konkurrenz durch. Gerade durch die ersten Runden spazierte die 39-jährige ehemalige Nummer 164 der Weltrangliste geradezu,  bevor dann ab dem Viertelfinale gegen Tamina Kochta (TC Bredeney), Aryna Kostina (ebenfalls Bredeney) und Titelverteidigerin Annemarie Lazar (Rochusclub) auch kämpferische Qualitäten gefragt waren. Kostina war in der Vorschlussrunde die einzige Gegnerin, die Gronert in einen dritten Durchgang zwingen konnte. Annemarie Lazar, die zu Beginn der Partie Vorteile hatte und den zweiten Satz bis in den Tiebreak offen gestalten konnte, gelang das bei einem 3:6, 6:7 aus ihrer Sicht im Finale nicht mehr. 

Sarah Gronert gelingt damit nach einigen Jahren der Abwesenheit von den Niederrhein Meisterschaften bei ihrer Rückkehr direkt  der erneute Sprung ganz oben aufs Siegertreppchen, der ihr auch bereits schon in den Jahren 2015, 2017 und 2019 gelungen ist.

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Finn Bischof: drei TVN-Titel in vier Jahren

Fast scheint es so, als wäre die Halbfinalniederlage aus dem Vorjahr nur ein Ausrutscher für Finn Bischof vom TC Bredeney gewesen. Mit seinem dritten Titel nach 2023 und 2024 zeigte der 23-Jährige in dieser Turnierwoche auf jeden Fall deutlich, dass ihm die Verbandstitelkämpfe liegen. Ein wichtiger Schritt Richtung dritter Titel in vier Anläufen war dabei definitiv das hart umkämpfte Viertelfinale gegen den Vorjahressieger Tim Hammes, das Bischof denkbar knapp mit 7:5, 4:6, 7:6 für sich entscheiden konnte.

Im Endspiel traf er dann auf den erst 18-jährigen Nick Lemke, der zu Beginn des Finales hochmotiviert seine Chance beim Schopf packte. Erst eine Leistungssteigerung Bischofs und die zunehmende Fehlerquote in Lemkes Hochrisikospiel ließen das Finale in Richtung des erfahreneren Akteurs kippen. Lemke (OTHC Oberhausen) hatte sich zuvor unter anderem gegen Piet Steveker und Ilian Mechbal  in jeweils drei Sätzen durchgesetzt. Im Finale schaffte er es dann aber nicht mehr, dem Match noch einmal eine neue Wendung zu geben. Am Ende stand ein 6:4, 6:4 und eine weitere Niederrhein Meisterschaft für Finn Bischof zu Buche.

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Doppeltitel für Rehfuß/Schneider und Sachenko/Kostina 

Im Damendoppel holten Kristina Sachenko und Arina Kostina vom TC Bredeney den Titel. Das topgesetzte Duo setzte sich im Finale gegen Fabienne Maß und Anne Elisa Zorn (beide Bayer Wuppertal) mit 6:3, 6:2 durch. Bereits im Halbfinale hatten Sachenko/Kostina mit einem klaren 6:0, 6:3 gegen Lucia und Leonie Schuknecht überzeugt.

Den Titel im Herrendoppel sicherte sich mit Stuart Rehfuß und Ben Schneider ebenfalls ein Duo des TC Bredeney. Die beiden erreichten das Endspiel nach einem 6:4, 6:2 im Halbfinale gegen Simon Pfau und Patrick Michalski. Das Finale gegen Jou Gnjidic (BW Neuss) und Ilian Mechbal (Netzballverein Velbert) wurde nicht ausgespielt.

 

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