Nach der erfolgreichen Rückkehr in die höchste deutsche Spielklasse und einem gesicherten sechsten Platz in der Abschlusstabelle 2025 will der Traditionsclub von der Jahnstraße 2026 den nächsten Schritt machen. Der Blick geht nicht mehr nur auf den Klassenerhalt, sondern klar in Richtung Spitzengruppe.
Grundlage dafür ist ein Kader, der in der Bundesliga für Aufmerksamkeit sorgt – und in Neuss als einer der stärksten der Vereinsgeschichte eingeordnet wird. Angeführt wird die Mannschaft von Valentin Vacherot und Arthur Rinderknech, zwei Spielern mit internationalem Topformat. Beide standen in diesem Jahr bereits in der erweiterten Weltspitze: Vacherot erreichte im Mai 2026 mit Rang 16 sein Karrierehoch, Rinderknech mit Rang 24 ebenfalls einen neuen Bestwert. Beide standen sich im letzten Jahr im Finale des 1000er-Turniers von Shanghai gegenüber, als Vacherot seinen Cousin besiegte und sich den größten Titel seiner Karriere sicherte. Darüber hinaus haben die „Boys of Neuss“ mit Francisco Comesana einen weiteren Top-100-Spieler im Aufgebot.
Mehr Qualität im Einzel und Doppel
Hinter diesem Spitzentrio hat Blau-Weiß bewährtes Personal gehalten und sich punktuell verstärkt. Das Team hat sportliche Tiefe hinzugewonnen. So hat man sich die Dienste von Dalibor Svrcina gesichert, der in der letzten Saison noch für die TVN-Konkurrenz des Galdbacher HTC auf Punktejagd ging. Überdies hat man auch in die Doppelqualität investiert: Mit den US-Amerikanern Ryan Seggerman und Patrik Trhac haben die Neusser zwei Spezialisten auf diesem Gebiet hinzugewonnen, die am Ende gerade die engen Partien möglichst siegreich über die Ziellinie bringen sollen.
Wegweisende Auftaktpartie im Heimspiel gegen Mannheim
Der zehnmalige Deutsche Meister der 1. Tennis-Bundesliga der Herren verbindet 2026 seine große Bundesliga-Tradition also mit einem Kader, der auch im Vergleich mit den übrigen Topteams bestehen kann. Der Club selbst formuliert den Anspruch entsprechend offensiv: Nach dem früh gesicherten Klassenverbleib in der Vorsaison soll nun der nächste Schritt folgen – mit dem Ziel, „ganz oben“ anzugreifen. Entscheidend dafür wird sein, wie regelmäßig Blau-Weiss die internationale Qualität des Kaders in den kompakten Bundesliga-Spielplan einbringen kann.
Zum Auftakt wartet jedenfalls schon direkt ein echter Prüfstein: Am Sonntag, 5. Juli, empfängt Neuss um 11:00 Uhr TK Grün-Weiss Mannheim. Danach folgen Auswärtsspiele beim Team Marc O’Polo Rosenheim und beim Badwerk Gladbacher HTC. Die weiteren Heimspiele an der Jahnstraße steigen gegen den TC SCC Berlin, den TC Augsburg Siebentisch und Kurhaus Lambertz Aachen. Dazu kommen zwei schwere Auswärtspartien beim Kölner THC Stadion Rot-Weiss und beim TC Großhesselohe. Zum Abschluss wartet am 9. August das Niederrhein-Duell beim amtierenden Deutschen Meister TC Bredeney.