Fünf Jahre nach dem großen Erfolg (damals Altersklasse 80) holt sich das deutsche Team um Kapitän Bernd Müller erneut Gold, jetzt in der Kategorie 85.
Bernd Müller, Hildesheimer Tennis-Club Rot-Weiß, hatte das Team zusammengestellt. Eckard Kärcher aus Mainz war wie vor fünf Jahren an Nr. 1 gemeldet. Der Hildesheimer spielte an Nr. 2. Neu dabei waren Ulrich Münzer aus Kiel (Nr. 3) und Berthold Landthaler aus Aulendorf (Nr. 4).
Um den Lorne Main Cup M85 spielten auf Kreta 11 Nationen.
Gespielt wurden immer zwei Einzel und ein Doppel. In den Gruppenspielen der Vorrunde siegten die Deutschen gegen Kanada und Argentinien jeweils 3:0, wobei Bernd Müller gegen Argentinien sehr kämpfen musste. Er wehrte zwei Satzbälle ab, holte sich dann gegen Mario Blanco Martinez im Tiebraek mit 8:6 Satz 1, dann lief es besser, Satz 2 holte Müller glatt mit 6:1.
In der Endrunde um die Medaillen traten die Gruppensieger an: Deutschland, Chile und USA.
Erster Gegner war Chile, mit Ex-Profi und mehrfachen Senioren-Weltmeister Jaime Pinto Bravo. Teamkapitän Bernd Müller stellte seine Mannschaft taktisch klug auf. Einzel spielten Nr. 3 Ulrich Münzer und Nr. 4 Berthold Landthaler. Letzterer gewann erwartungsgemäß sein Einzel und so stand es 1:1. Im Doppel kämpften dann Nr. 1 Kärcher und Nr. 2 Müller gegen Pinto Bravo/Solis Rivero. Nach nervenaufreibenden Ballwechseln gewannen die Deutschen 7:5, 7:6. Der erste Schritt war getan.
Am nächsten Tag gegen USA wurde es noch anstrengender. Bernd Müller schlug an Nr. 2 gegen Jimmy Washington auf, nach 6:3, 5:7 musste der Matchtiebreak entscheiden. Müller lag ständig zurück und hatte bei bei 8:9 den ersten Matchball gegen sich. Müllers Nerven hielten, nach Abwehr von zwei weiteren Machtbällen machte er das 13:11 zum Sieg. Der erste Punkt für Deutschland war eingefahren. Die Nr. 1 Eckhard Kärcher punktete gegen Robert D. Quall nach 3:3 dann glatt mit 6:3, 6:1.
Große Freude unter Spielern und Fans: Der Weltmeistertitel und die Goldmedaillen waren gesichert.
Bernd Müller resümiert: „Ausschlaggebend für den Erfolg war die Ausgeglichenheit unserer Spielstärken, die Motivation unserer Mannschaft und die Unterstützung der mitgereisten Ehefrauen“.