Nach einem Freilos in der ersten Runde des 64er-Feldes startete Müller souverän in die Individual-Weltmeisterschaft. Gegen den Schweizer Spartaco Bomio setzte er sich mit 6:1, 6:3 durch. Auch in den folgenden Begegnungen ließ der Hildesheimer nichts anbrennen: Roger Nicolas aus Frankreich bezwang er deutlich mit 6:1, 6:0, ehe er sich gegen dessen Landsmann Marc Alvarez mit 6:1, 6:3 durchsetzte. Im Halbfinale überzeugte Müller erneut und zog mit einem klaren 6:2, 6:2 gegen den Italiener Giancarlo Milesi ins Endspiel ein.
Spannendes Finale gegen ehemaligen Profi
Dort wartete mit Jaime Pinto Bravo aus Chile ein ehemaliger Tennisprofi. Trotz zahlreicher intensiver und begeisternder Ballwechsel musste sich Müller schließlich mit 2:6, 0:6 geschlagen geben. Das deutliche Ergebnis spiegelte dabei nicht den gesamten Spielverlauf wider. Müller erarbeitete sich mehrfach Vorteilsituationen, konnte diese jedoch nicht zum Spielgewinn nutzen. Sein chilenischer Kontrahent fand mit seinem vielseitigen Schlagrepertoire immer wieder die passende Antwort.
Zwei WM-Medaillen als krönender Abschluss
Mit der Silbermedaille im Einzel und dem Weltmeistertitel mit der deutschen Mannschaft blickt Bernd Müller auf eine äußerst erfolgreiche Weltmeisterschaft zurück.
„Mein Maximal-Ziel erreicht, Vizeweltmeister im Einzel und Gold mit dem deutschen Team“, freute sich Müller über seine Bilanz.
Für den Hildesheimer TC Rot-Weiß und den Tennisverband Niedersachsen-Bremen ist dieser doppelte Medaillenerfolg ein besonderer Grund zur Freude und ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass sportlicher Ehrgeiz und Spitzenleistungen im Tennis keine Altersgrenzen kennen.