Ausnahmezustand im TVN Leistungszentrum am Dienstag: Nicht etwa die für den Nachmittag angesetzten Endspiele der diesjährigen Jugend-Hallenmeisterschaften selbst sorgten bei den Verantwortlichen des Tennis-Verbandes Niederrhein gegen Mittag für die ein oder andere „Was wäre wenn“-Diskussion. Vielmehr war es ein Bagger, der bei Erdarbeiten ein Stromkabel durchtrennt hatte und so die Hallenplätze an der Essener Hafenstraße in unfreiwillige Dunkelheit tauchte, der Fragen aufwarf. Denn ein Ersatztermin für die 10 zu absolvierenden Finalspiele wäre in der ständig ausgebuchten Halle zeitnah nur schwer zu finden gewesen.
Ein schnell bereitgestelltes Notstromaggregat sorgte dann aber dafür, dass die Finalistinnen und Finalisten der Verbandstitelkämpfe ab 16:00 Uhr gar nichts mehr von den zuvor widrigen Umständen mitbekamen und ihre Endspiele bei optimaler Energieversorgung absolvieren konnten. Diese Energie übertrug sich auch auf das Geschehen auf den Plätzen, denn die Zuschauenden erlebten viele interessante Begegnungen, in denen intensiv um die Meisterehren gerungen wurde.
In den beiden „Königsklassen“ der unter 18-Jährigen kam es zu zwei geradezu klassischen Endspielkonstellationen, denn sowohl Lynn Lemke und Lisanne Maß als auch Ilian Mechbal und Jordan Mihajloski haben sich in direkten Vergleichen auf Verbandsebene schon quer durch diverse Altersklassen gegenübergestanden. Am Dienstag hatten Lisanne und Jordan das bessere Ende für sich und reihten sich in die diesjährige Liste der insgesamt zehn Siegerinnen und Sieger in den verschiedenen Altersklassen ein.