Trotz teilweise chaotischer Verkehrssituation auf den Straßen des Ruhrgebietes hatten am Abend des 23. April Vertreter:innen von insgesamt 29 Mitgliedsvereinen des TVN den Weg in den Konferenzraum „Frankfurt“ der Sportschule Wedau gefunden, um sich über das Geschäftsjahr 2025 des Tennis-Verbandes Niederrhein zu informieren und die Weichen für das aktuelle Kalenderjahr und die Zukunft des Verbandes zu stellen.
Rücker erläutert die Zukunftspläne des DTB
Hauptsächlich auf die Zukunft gerichtet war auch der Impulsvortrag der DTB-Geschäftsführerin Veronika Rücker, die den Anwesenden zu Beginn der Veranstaltung einen Einblick in die Planung des Deutschen Tennis Bundes unter dem Begriff „Agenda 2032“ bot. Rücker betonte dabei immer wieder, wie sehr viele der dort aufgeführten Zielvorstellungen nicht allein durch den Dachverband Wirklichkeit werden können, sondern auch der Mithilfe und des Engagements in Landesverbänden und Vereinen bedürfen – versinnbildlicht durch das Schlagwort #tennisdeutschland, welches alle diese Ebenen vereint.
Der TVN als Teil der positiven Entwicklung im deutschen Tennis
Dass im Bereich des Tennis-Verbandes Niederrhein viele Weichen schon erfolgreich in Richtung der von Rücker skizzierten positiven Zukunft gestellt sind, konnte anschließend TVN-Präsidentin Sabine Schmitz in ihrer Rede aufzeigen. Auf Verbandsebene hat man 2025 mit den TVN Open ein Damen-Profisportturnier im TVN Leistungszentrum in Essen aus der Taufe gehoben, das die DTB-Strategie der Schaffung von zusätzlichen Wettkampfmöglichkeiten im Profibereich für den heimischen Nachwuchs in Deutschland 1:1 umsetzt und mit der 18-jährigen Eva Bennemann aus Schwerte auch genau die Art von Siegerin gefunden hat, für die solche Veranstaltungen Sprungbrett sein sollen. Die Vereine am Niederrhein haben daneben mit einem Mitgliederzuwachs von insgesamt mehr als 3000 Spielerinnen und Spielern selbst mit viel Engagement und Aufwand eine beeindruckende Erfolgsbilanz abgeliefert.
Da auch die Zahlen des Geschäftsjahres 2025 und die Planungen für 2026, die dann von Schatzmeister Wilfried Weckes vorgestellt und erläutert und zudem durch die Einlassungen der Kassenprüfer bestätigt wurden, keine Kritik erfuhren, verwunderte es nicht, dass das Plenum sowohl die Entlastung des Vorstandes als auch die Verabschiedung des Haushaltes 2026 einstimmig vornahm.
Zäsur in der Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes
Angenommen wurden auch die beiden zur Abstimmung gestellten Anträge des TVN-Präsidiums (ein dritter Antrag zu einer Satzungsänderung in Bezug auf die Wahl des Jugendwartes war im Vorfeld der MV zurückgezogen worden). Während die jetzt ausdrückliche Nennung der „tennisnahen Sportarten“ in der Satzung ein logisches, auf die Zukunft gerichtetes Resultat der Zuordnung von Pickleball und Padel durch den DOSB an den DTB darstellt und diese Zuständigkeit auf Landesverbandsebene überträgt, stellt die Einstellung der Verbandszeitschrift „Niederrhein Tennis“ in ihrer Print-Version zum Jahresende 2026 nach mehr als 40 Jahren eine echte Zäsur in der Öffentlichkeitsarbeit des Tennis-Verbandes Niederrhein dar.
Letztlich gaben die mittlerweile sehr hohen Kosten, die bei Vereinen und dem Verband in diesem Zusammenhang entstehen, den Ausschlag für die Entscheidung. Die in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätigen Ehren- und Hauptamtler des TVN sind dabei, ein Konzept zu entwickeln, das die wertvollen Inhalte der „NT“ aus den Bezirken zukünftig in digital aufbereiteter Form weiterleben lässt.