Nach der Qualifikation am Wochenende ist am Montag die Hauptrunde der 16. NRW Junior Open gestartet. Bis Samstag kämpfen Juniorinnen und Junioren aus mehr als 30 Nationen um die Titel des traditionsreichen internationalen Jugendturniers.

Jeweils 48 Spielerinnen und Spieler stehen in den beiden Einzel-Hauptfeldern. Hinzu kommen die Doppelkonkurrenzen mit jeweils 24 Paarungen. Gespielt wird auf den Sandplätzen der TG Rot-Weiss Mönchengladbach am Bunten Garten. Die Doppel-Endspiele sind für Freitag vorgesehen, am Samstag, 18. Juli, folgen die beiden Einzelfinals.

Das Turnier gehört zur Kategorie J100 der World Tennis Tour Juniors. Teilnehmerinnen und Teilnehmer können nicht nur wichtige internationale Wettkampferfahrung, sondern auch wertvolle Punkte für die Junioren-Weltrangliste sammeln. Die erneut hohe Zahl der Meldungen hat schon im Vorfeld gezeigt, welchen Stellenwert die Veranstaltung im europäischen Nachwuchskalender besitzt.

Angeführt werden die Hauptfelder von der Japanerin Ran Wakana und dem Spanier Roberto Perez Socas. Der bestplatzierte deutsche Junior ist  der Augsburger Jaron Held, der an Position fünf gesetzt wurde. Neben den direkt angenommenen Spielerinnen und Spielern haben sich weitere Talente, auch aus Vereinen der TVN-Region,  über die Qualifikation sowie durch Wildcards einen Platz in der Hauptrunde gesichert.

Internationale Turnierwoche mit großem organisatorischem Aufwand

Für die TG Rot-Weiss Mönchengladbach bedeutet die Turnierwoche weit mehr als die Organisation der einzelnen Partien auf den Plätzen. Das Veranstaltungsteam stellt unter anderem Trainingsmöglichkeiten, einen Shuttle- und Bespannungsservice sowie physiotherapeutische Betreuung bereit. Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sorgen dafür, dass sich die jungen Gäste aus aller Welt auf und neben dem Platz auf ihren Sport konzentrieren können.

Die internationale Ausrichtung gehört seit Jahrzehnten zur Identität des Turniers. Der Nachwuchswettbewerb in Mönchengladbach wurde erstmals 1956 ausgetragen und später lange unter dem Namen German Junior Open geführt. Nach einer Unterbrechung wurde die Veranstaltung 2009 als NRW Junior Open neu aufgelegt.

Ein früher Auftrittsort zahlreicher Tennisgrößen

Dass Ergebnisse im Jugendbereich nicht zwangsläufig den späteren Karriereweg vorzeichnen, zeigt ein gerade in diesen Tagen besonders prominentes Beispiel: Alexander Zverev spielte 2011 als 14-Jähriger in Mönchengladbach und schied bereits zum Auftakt aus. 15 Jahre später gehört er zu den erfolgreichsten deutschen Tennisspielern.

Zverev ist nur einer von zahlreichen bekannten Namen, die in jungen Jahren am Bunten Garten aufschlugen. Auch Björn Borg, Ivan Lendl, Boris Becker, Steffi Graf, Tommy Haas und Angelique Kerber waren Teil der langen Turniergeschichte. Einige gewannen in Mönchengladbach bereits einen Titel, andere sammelten dort eine von vielen frühen Erfahrungen auf dem Weg in die Weltspitze.

Welche Laufbahnen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jahrgangs 2026 einmal einschlagen werden, ist noch völlig offen. Bis Samstag steht zunächst die Gegenwart im Mittelpunkt: sechs Tage internationales Jugend-Spitzentennis auf den Sandplätzen am Bunten Garten.

   

   

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