Du liebst Tennis und möchtest das Spiel aus einer neuen Perspektive erleben?
Dann werde Teil des Spiels und melde dich zum kommenden Schiedsrichterlehrgang am 21./22. März in Hamburg an!

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Ob auf dem Platz oder am Netz – als Schiedsrichter trägst du Verantwortung, vertiefst dein Regelwissen und bist ganz nah am Geschehen. Jetzt anmelden und den nächsten Schritt im Tennis gehen!

Ein Norddeutscher, der diesen Weg gegangen ist, ist Carl Hempel. Wir haben uns mit dem Hamburger kurz nach seinem Einsatz in Oslo unterhalten.

Interview Carl Hempel

Hallo Carl, du bist frisch von deinem ersten Einsatz als Schiedsrichter im Ausland zurückgekehrt. Wo genau warst du und wie war die Turnierwoche für Dich?

Hallo, ich war diese Woche bei einem Turnier der ITF World Tennis Tour in Oslo eingesetzt. Mit Kollegen aus verschiedenen Ländern außerhalb Deutschlands zusammenzuarbeiten, war für mich ein großartiges Erlebnis, für das ich sehr dankbar bin.

Erzähl uns doch gerne kurz ein paar Sätze über dich und was Dich inspiriert hat Schiedsrichter zu werden?

Ich spiele seit acht Jahren selbst Tennis. Um den Sport aus einer anderen Perspektive kennenzulernen, habe ich 2020 angefangen, am Rothenbaum als Ballkind zu arbeiten. Wenn man mehrere Jahre bei einem solchen Turnier dabei ist, lernt man natürlich auch das Schiedsrichterwesen kennen. Als ich älter wurde, hat mich das angesprochen und ich wollte ausprobieren, ob das etwas für mich wäre.

Wie sahen deine Ausbildungsschritte bisher aus?

2023 habe ich die theoretische und praktische Ausbildung zum C-Schiedsrichter-Schein abgeschlossen. Seitdem wurde ich in den Bundesligen und auf nationalen Preisgeldturnieren eingesetzt. Außerdem konnte ich als Linienrichter auf ATP- und WTA-Turnieren in Deutschland arbeiten. 2024 nahm ich an der Junior Group teil. Das ist ein Nachwuchsprogramm für junge Tennisschiedsrichter, um Ausbildung, Theorie und Praxis sowie Austausch mit erfahrenen Kollegen zu fördern. Im vergangenen Jahr habe ich dann die Ausbildung zum B-Schiedsrichter erfolgreich absolviert und kann nun auch auf internationalen Turnieren arbeiten.

Was für Ziele hast du noch für die kommenden Jahre?

Ich würde weiterhin gern bei internationalen Turnieren eingesetzt werden, hoffentlich auch wieder im Ausland. Außerdem möchte ich mich als Schiedsrichter weiterentwickeln und die nächsten Ausbildungsschritte wie die A-Schiedsrichter-Lizenz abschließen.

Gibt es Einsätze oder Situationen, die dir besonders in Erinnerung geblieben sind?

Sehr besonders waren für mich die Einsätze als Linienrichter beim Turnier am Rothenbaum. Bei dem Turnier, das ich früher im Fernsehen verfolgt und bei dem ich als Ballkind angefangen habe, nun als Offizieller auf dem Platz zu stehen, war immer ein ganz besonderes Gefühl.

Welche Voraussetzungen sollte man deiner Meinung nach erfüllen, um Tennis-Schiedsrichter zu werden?

Dafür ist erst einmal natürlich das Interesse am Tennissport entscheidend. Aber auch ein gutes Auge, starke Nerven und ein gutes Gefühl für den Umgang mit Menschen dürfen nicht fehlen.

Warum würdest du anderen empfehlen sich auch als Tennis-Schiedsrichter zu probieren?

Ich würde es jedem empfehlen, weil man Tennis aus einer ganz neuen Perspektive erlebt. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen, kann dabei dem Sport nahbleiben und wertvolle Erfahrungen gesammelt – sportlich wie persönlich. Außerdem ist der Austausch untereinander großartig, und man wächst mit jeder neuen Aufgabe.

Danke für das Interview und viel Erfolg für deine Zukunft!

Ansprechpartner
Referentin für Regelkunde und Schiedsrichterwesen
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