Es war ein Endspiel, das in Erinnerung bleiben wird: Der TC Großhesselohe empfing vor heimischem Publikum den amtierenden Meister TC Bredeney zum großen Finale der Tennis-Bundesliga Herren 30. Am Ende behielten die Gäste aus Essen mit 5:4 knapp die Oberhand und holten nach Bundesligatiteln bei den Damen und Herren nun auch erstmals die Meisterschaft bei den Herren 30, der dritten nationalen Bundesligaklasse.

Vor beeindruckender Kulisse – rund 500 Zuschauer hatten sich auf der traditionsreichen Anlage am Isarhochufer eingefunden – entwickelte sich von Beginn an ein hin und herwogendes Duell, bei dem sich keine der beiden Mannschaften in den Einzeln einen dauerhaften Vorteil erspielen konnte.

Eine 2:1-Führung Bredeneys nach der ersten Runde – Großhesselohes Matthias Bachinger besiegte den Niederländer Igor Sijsling zwar souverän mit 6:3, 6:4, Peter Heller antwortete jedoch prompt für Bredeney und ließ Max Wimmer beim 6:0, 6:0 keine Chance und im dritten Einzel dominierte Kim Möllers gegen Emanuel Fraitzl (6:2, 6:0) – konterten die bayrischen Gastgeber in Runde zwei der Einzel: Tommy Haas, früherer Weltranglistenzweite, der für das Finale aus den USA angereist war, rang Mohamed Safwat mit 6:2, 7:6(3) nieder und Philipp Oswald holte mit einem 6:4, 6:4 gegen Lennart Zynga Matchpunkt Nummer drei für Großhesselohe. Der Sieg des Essener Akteurs Nils Langer mit 6:1, 6:3 gegen Martin Wetzel sorgte dafür, dass man Kopf an Kopf Richtung Entscheidung in den Doppeln ging.

Doppelstärke entscheidet die Meisterschaft

Dort zeigte sich die Stärke des breit aufgestellten Kaders des TC Bredeney: Mit Julian Lenz, Jeroen Vanneste und Ivo Klec konnte man sich in alle drei Doppelpaarungen frische Kräfte und Doppelexpertise hereinholen. Das sollte den Ausschlag geben: Trotz heftiger Gegenwehr der Großhesseloher Doppel-Teams konnten sich sowohl Sijsling und Lenz im Spitzendoppel als auch Langer und Klec im dritten Doppel in zwei Sätzen jeweils mit 6:4, 6:4 durchsetzen. 

Die entscheidenden zwei Punkte zu einem 5:4 waren damit geholt und die eine Meisterschaft in trockenen Tüchern, die die Ausnahmestellung des Essener Klubs im deutschen Mannschaftstennis erneut unterstreicht.

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