Manchmal gibt es Menschen, die einen Raum betreten – und sofort ist klar: Hier ist jemand, der etwas bewegt. Jürgen Kitzinger war genau so ein Mensch.
Geboren in Kassel, verwurzelt im nahen Lohfelden und Nordhesse aus tiefster Überzeugung, war Jürgen ein echtes Original – herzlich, verbindlich und immer mit einem offenen Ohr für andere. Beruflich trug er als Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Frankfurt am Main (Außenstelle Kassel) große Verantwortung. Doch wer ihn kannte, wusste: Seine zweite Heimat war der Tennisplatz.
Motor, Möglichmacher und Teamplayer
Über 13 Jahre hinweg führte Jürgen als 1. Vorsitzender die ST Lohfelden – mit Weitblick, Herzblut und der seltenen Fähigkeit, Menschen zu begeistern und zusammenzubringen. Seit 2025 brachte er seine Erfahrung zudem als Regionalleiter Sport HTV-Nord ein und setzte wichtige Impulse für die Entwicklung des Tennissports in Hessen und der Region.
Auch sportlich war Jürgen aktiv: In der Herren 50 der ST Lohfelden in der Regionalliga und im Winter beim TC RW Bad Laasphe stand er selbst auf dem Platz. Für ihn war Tennis mehr als ein Spiel – es war Gemeinschaft, Leidenschaft und Lebensgefühl.
Ein Mensch mit Herz – auf und neben dem Platz
Jürgen war engagiert, umgänglich und kompromissbereit – jemand, der Brücken baute, statt Mauern. Besonders das Ehrenamt lag ihm am Herzen. Er wusste, dass Vereine von Menschen leben, die mehr geben als sie müssen.
Und auch abseits des Tennisplatzes blieb er dem Sport treu – als begeisterter Fan der Kassel Huskies, der MT Melsungen und des KSV Hessen Kassel. Egal ob Halle, Stadion oder Tennisanlage – Sport war für ihn immer ein Stück Zuhause.
Abschied von einem besonderen Menschen
Der HTV verliert mit Jürgen Kitzinger nicht nur einen engagierten Funktionär, sondern vor allem einen großartigen Menschen. HTV-Präsident Kai Burkhardt findet bewegende Worte: „Jürgen war ein Mensch, der den Tennissport in Nordhessen mit Herz und Seele gelebt hat. Sein Engagement, seine Verlässlichkeit und seine positive Art haben unseren Verband nachhaltig geprägt. Wir verlieren nicht nur einen herausragenden Akteur, sondern auch einen Freund. Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Angehörigen und seinen Freunden. Wir werden Jürgen stets ein ehrendes Andenken bewahren.“
Jürgen hinterlässt Spuren – in Vereinen, in Strukturen und vor allem in den Herzen der Menschen, die ihn kannten. Sein Einsatz, seine Leidenschaft und sein unverwechselbarer nordhessischer Charakter werden uns fehlen.
Mach’s gut, Jürgen. Du bleibst ein Teil unserer Tennisfamilie.