Luise Meißner und Greta Voget haben am Donnerstag starke Viertelfinals gezeigt, mussten sich am Ende aber jeweils geschlagen geben. Vor allem Meißner überzeugte nach Wildcard-Start mit einem bemerkenswerten Lauf bis in die Runde der letzten Acht.
Für Greta Voget war im Viertelfinale gegen die an Nummer vier gesetzte Belgierin Elise Vandeweyer Endstation. Nach einem klaren 2:6 im ersten Satz steigerte sich die TNB-Spielerin im zweiten Durchgang deutlich und setzte früh ein Ausrufezeichen: Mit einem Break erspielte sie sich die Führung und lag beim Stand von 5:4 sogar in Position zum Satzausgleich. Doch Vandeweyer blieb stabil, drehte die entscheidenden Spiele noch zu ihren Gunsten und zog mit 6:2, 7:5 ins Halbfinale ein.
Auch Luise Meißner zeigte gegen die an Nummer zwei gesetzte Niederländerin Kiki Beck eine starke Leistung und verlangte ihrer favorisierten Gegnerin alles ab. Zwar ging der erste Satz zunächst mit 2:6 verloren, doch für eine besondere Szene sorgte ein kleiner Zwischenfall am Ende des Durchgangs: Meißner riss der Schnürsenkel. Turnierdirektorin Julia Meyer sprang kurzerhand ein und lieh ihre eigenen Schnürsenkel aus – offenbar mit einer Portion TNB-Glück versehen.
Im zweiten Satz präsentierte sich Meißner dann deutlich mutiger und konsequenter, spielte stark von der Grundlinie und belohnte sich mit dem 6:4-Satzausgleich. Auch der dritte Durchgang blieb über weite Strecken offen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer bekamen intensive Ballwechsel und ein hochklassiges Viertelfinale zu sehen. Am Ende musste sich Meißner jedoch mit 4:6 geschlagen geben. Kiki Beck steht damit im Halbfinale und trifft dort auf Natalia Cytrycka aus Polen.
Trotz des Ausscheidens fällt das Fazit aus TNB-Sicht positiv aus. TNB-Landestrainer Lars Gruner ordnete die Leistungen beider Spielerinnen so ein:
„Beide haben gegen gesetzte Spielerinnen super gefightet und gespielt. Letztendlich sind sie an der mangelnden internationalen Härte gescheitert. Wir müssen international mental taffer werden. Das lernen wir genau bei solchen Turnieren wie dem Cup der Nordverbände, und damit kann man wichtige Erfahrungspunkte sammeln. Trotzdem ist das eine Leistung, auf die wir stark aufbauen können.“
Halbfinals am Freitag ab 10 Uhr
Am morgigen Freitag stehen die Halbfinalbegegnungen im Einzel auf dem Programm. Los geht es ab 10 Uhr.
Junioren
Jobe Dikkenberg (AUS) [QA] vs. Constantin Kaestner (GER)
Antonio Tejerina (POL) [3] vs. Julian Pflugbeil (GER)
Juniorinnen
Elise Vandeweyer (BEL) [4] vs. Zofia Czarcińska (POL)
Natalia Cytrycka (POL) vs. Kiki Beck (NED) [2]
Doppelfinals am frühen Nachmittag
Auch in den Doppeln stehen am Freitag die Finalspiele auf dem Programm. Im Juniorinnen-Finale treffen Filippa Kleinholz (GER) / Anna Knorr (GER) auf Kiki Beck (NED) / Samar Lammers (NED), im Junioren-Finale stehen sich Jobe Dikkenberg (AUS) / Zayd Joosab (AUS) und Jakub Cieciera (POL) / Robert Grechuta (POL) gegenüber. Die Endspiele finden am frühen Nachmittag im Anschluss an die Halbfinalpartien im Einzel statt und versprechen noch einmal spannende Matches zum Turnierabschluss.
Wer die Begegnungen live erleben möchte, kann die Spiele direkt vor Ort in der Halle verfolgen. Für Zuschauerinnen und Zuschauer ist ein Bereich eingerichtet, der Eintritt ist frei.
Livestream auf YouTube
Wer die Matches verfolgen möchte, kann dies auch online tun: Ausgewählte Spiele werden im Livestream auf YouTube übertragen.