Hier passen gut 3000 Menschen rein. Wie viele Freunde und Familie werden von dir vor Ort sein?
Das weiß ich noch nicht genau. Meine Eltern kommen auf jeden Fall und vielleicht noch ein paar Freunde.
Bedeutet das für dich mehr Druck oder beflügelt es dich eher, wenn du viele deutsche Fans im Rücken hast?
Es wird darauf ankommen, wie das Spiel verläuft. Wir haben am Wochenende eine große Chance, das ist klar. Auch wenn ich mein erstes Spiel vielleicht gegen Ignacio Buse spielen werde, der im ATP-Ranking ähnlich platziert ist wie ich. Einerseits spüre ich einen gewissen Druck, aber andererseits kann mich das in meinem Match auch beflügeln, wenn die Leistung stimmt und das Publikum mitzieht. Das kann echt cool werden.
Das Team hat sich gestern das erste Mal wiedergetroffen. Wie fühlt es sich an, in der deutschen Davis Cup-Mannschaft zusammenzukommen?
Es fühlt sich so an, als hätten wir uns erst gestern in Bologna gesehen. Die Zeit verging wie im Flug. Der Tenniskalender ist voll und alles geht sehr schnell. Die Davis Cup-Wochen sind sehr intensiv. Wir sind ein eingespieltes Team und kennen uns schon sehr lange. Das ist großartig, weil wir als Tennisspieler meistens nur mit dem eigenen Team unterwegs sind, was etwas eintöniger im Vergleich zu den Davis Cup-Wochen ist.
Es ist besonders, in ein Team zu kommen, in dem ich mich so wohl fühle und dann gemeinsam für Deutschland zu spielen.
Justin Engel ist zum zweiten Mal dabei. Er ist deutlich jünger als die anderen Spieler. Wird er von euch besonders an die Hand genommen und wie hat er sich im Team eingelebt?
Justin war zum ersten Mal in Tokio dabei. Weil Justin in München trainiert, kennt er Kevin Krawietz ganz gut. Wir kennen ihn mittlerweile aber alle, auch weil wir uns an den DTB-Bundesstützpunkten zwangsläufig über den Weg laufen. Er ist ein echt guter Spieler. Man hat ihm in Tokio angemerkt, dass alles ein bisschen neu für ihn war. Er ist aber total in dieser Rolle aufgegangen. Dass er in so jungen Jahren schon für Deutschland gespielt hat, ist etwas Außergewöhnliches. Solche Spieler sind dann in ein paar Jahren die, die das Team tragen werden.