Beim Rollstuhltennis wird nach den bekannten Tennisregeln gespielt. Nur der Ball darf vor dem Schlag zweimal aufspringen.

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Rollstuhltennis - Alles zum inklusiven Sport

Wie auch bei den „Fußgänger:innen“ gelten im Rollstuhltennis die offiziellen ITF-Regeln. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass der Ball zweimal aufspringen darf, wobei der erste Bodenkontakt in der regulären Feldbegrenzung erfolgen muss.

Der Rollstuhl als Sportgerät wird als dem Körper zugehörig betrachtet, aus ihm darf nicht aufgestanden werden und die Füße dürfen nicht den Boden berühren. Zum sicheren und freudvollen Spiel wird ein Sportrollstuhl benötigt. Dieser ermöglicht deutlich dynamischere Fahrmanöver und schützt durch ein so genanntes Kipprad der:n Spieler:in vor einem Umfallen nach hinten, z.B. beim Aufschlag.

Falls erste Tennis-Versuche noch im Alltagsrollstuhl gemacht werden sollten, muss auch hier unbedingt auf die Anbringung des Kipprades geachtet werden. Über kurz oder lang ist aber nur das Tennisspielen in einem Sportrollstuhl sinnvoll. 

Als Geburtsstunde des Rollstuhltennis gilt das Jahr 1976, als der Amerikaner Brad Parks, der durch einen Unfall eine Querschnittlähmung erlitt, schon während seiner Rehabilitation erste Versuche mit Tennis im Rollstuhl unternahm.

Mittlerweile ist Rollstuhltennis eine der populärsten Rollstuhlsportarten der Welt. Es lässt sich ins reguläre Tennis ganz einfach integrieren, da es problemlos auf jedem Platzbelag, ohne Änderung der Feldmaße, Schläger oder Bälle gespielt werden kann.

Rollstuhltennis, Hamburg European Open 2019, ATP 500, Hamburg, 26.07.2019, Foto: Claudio Gärtner

Nach der Gründung verschiedener nationaler und internationaler Verbände ist die Sportart seit 1992 paralympisch und seit 1998 offizieller Teil der International Tennis Federation - eine solche Zusammenschließung hat es auf internationaler Ebene vorher in keiner anderen Behindertensportart gegeben. 2009 wurde auch der Deutsche Rollstuhltennis-Verband aufgelöst und als Referat in den DTB integriert, der sich die administrative und finanzielle Zuständigkeit mit dem Deutschen Behindertensportverband teilt. Seit Beginn können die deutschen Rollstuhltennis-Spieler:innen auch international große Erfolge verzeichnen.

Die Disziplin lässt sich auf jeder Ebene des Tennissports ausüben: als Anfänger:in oder Wieder-Einsteiger:in, im Kinder- und Jugendbereich, durch alle Stufen des Play&Stay-Konzeptes, als Breitensportler:in, Senior:in oder als Profisportler:in.

Neben einigen wenigen deutschen Turnieren für Breitensportler:innen existieren ebenso ITF- und Future-Serien, Einzel- und Doppel-Masters, der World Team Cup (das Rollstuhltennis-Äquivalent zu Davis Cup und Fed Cup) und neben dem Highlight für jede:n Behindertensportler:in, den Paralympics, gibt es auch bei allen Grand Slams Rollstuhl Tennis-Konkurrenzen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Behindertensportarten, starten alle Athlet:innen unabhängig von Ihrer Beeinträchtigung in derselben Klasse: Junioren, Damen oder Herren. Nur für Sportler:innen mit einer Einschränkung von drei oder mehr Extremitäten gibt es eine gesonderte Startklasse, die ‚Quads‘.

Wer eine attestierte Gehbehinderung hat, sich aufgrund einer Beeinträchtigung nur mittels Rollstuhl fortbewegen kann oder in besonderen Fällen einen irreparablen Schaden an Hüft-, Knie- oder Fußgelenken vorweist, kann von der ITF klassifiziert werden und darf an offiziellen Wettkämpfen teilnehmen. In breitensportlichen oder Trainings-Kontexten kann diese Regelung natürlich aufgelockert werden.

Häufig auftretende Beeinträchtigungen von Rollstuhltennisspieler:innen sind neben Amputationen beispielsweise Querschnittlähmungen oder eine ‚Spina Bifida‘, eine embryonale Fehlbildung in der Anlage des zentralen Nervensystems.

Kontakt zur Klientel lässt sich über Förder- oder inklusive Schulen und Kindergärten, Rehakliniken und Orthopäden oder bereits bestehende Rollstuhlsportgruppen knüpfen.

Informationen zur ITF-Klassifizierung.

Neben normalen Tennisschlägern und Bällen, ist das wichtigste Zubehör der Sportrollstuhl. Wer sich nicht so gut auskennt, der erkennt den Unterschied zwischen dem Alltags- und Sportrollstuhl auf den ersten Blick an den Rädern.

Während sie bei dem Alltagsrollstuhl ohne Neigung sind, hat der Tennis-Sportrollstuhl Räder mit einer deutlichen Neigung. Diese gewährleistet eine sehr viel schnellere und bessere Wendigkeit. Die vorderen Räder sind bei einem Tennis-Sportrollstuhl kleiner. Dadurch ist der Widerstand kleiner und man ist deutlich schneller.

Auch haben Tennis-Sportrollstühle mindestens ein Hinterrad, um vor Stürzen zu schützen. Auch muss man – dies ist eine vorgeschriebene Regel – im Tennis-Sportrollstuhl Gurte haben, um sich fest anzuschnallen.

Ein klassisches Vorurteil ist, dass der Sportrollstuhl den Sandplatz kaputt macht. Das ist allerdings nur der Fall, wenn der Platz wirklich weich ist! Und machen das Fußgänger:innen bei einem harten Match dann nicht auch? Generell wird Rollstuhltennis auf der ganzen Welt auf allen Belägen gespielt.

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) setzt sich für eine unbürokratische und transparente Hilfsmittelversorgung ein. Hier erhältst du Informationen, Tipps und Links zu weiteren Beratungsstellen.

Der DTB verfügt über vier Leih-Sportrollstühle der Firma Ottobock für Vereine, Trainer:innen und Spieler:innen. Diese können für Aktionstage, Turniere und Training ausgeliehen werden. Interessierte wenden sich bitte an Julia Louis (julia.louis@tennis.de).

Unsere Kooperationspartner Rolli1.de und Ottobock bieten  Sportrollstühle zu vergünstigten Konditionen an.

Leihvertrag Sportrollstuhl

Dateiname
LEIHVERTRAG_Sportrollstuhl.pdf
Größe
110 KB
Format
pdf
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Rollstuhltennis ist die bekannteste Disziplin des Tennis von Menschen mit einer Behinderung und wird sowohl breitensportlich wie auch leistungssportlich betrieben. Wie Rollstuhltennis im Verein angeboten werden kann und was es dazu braucht, erfährst du hier.

Rollstuhltennis ist eine dynamische und faszinierende Sportart, die mittlerweile in über 80 Ländern auf allen Kontinenten gespielt wird. Zusätzlich zur Kontrolle von Schläger und Ball, kommt hier das Beherrschen des Sportrollstuhls dazu, der für Anfänger, über Breiten- und bis zum Hochleistungssport Tennisspielen ermöglicht. 

Auch internationale Tennifsprofis, wie Novak Djokovic saßen bereits im Rollstuhl und haben sich am rollenden Tennis ausprobiert. 

Videotutorials zum Rollstuhltennis- und Blindentennis-Training

In den kostenfrei über den DTB Youtube-Kanal abrufbaren Lektionen werden Trainer:innen dazu angeleitet, die Grundlagen der Sportart unkompliziert im eigenen Unterricht zu vermitteln und somit in den Vereinen neue sportliche Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit einer Behinderung zu schaffen. Rollstuhlfahrer:innen und Blindentennisspieler:innen können die Tutorials zudem nutzen, um ihre Fähigkeiten auf dem Platz eigenständig zu schulen.

Generell sollte es in jedem Verein mit den Trainer:innen möglich sein, Rollstuhltennis zu spielen. In einem Coaching Manual der britischen ‚Tennis Foundation‘ oder in der DTB-Broschüre "Inklusion im Tennis" findest du mehr Infos und Inspiration für Training und Verein. Die Broschüre ist im DTB Online-Shop erhältlich.​​​​​​

Suchst du nach einer Gruppe, hast du Fragen zu Entwicklung und Training, melde dich gerne beim zuständigen DTB-Referenten für Rollstuhltennis. Informiere uns auch gerne über deine Aktivitäten, wenn du bereits an einem Rollstuhltennis-Standort aktiv bist!

Alle wichtigen Informationen zu den Deutschen Meisterschaften im Rollstuhltennis findest du hier.

Der Deutsche Tennis Bund und sein Kooperationspartner im Bereich Inklusion, die Gold-Kraemer-Stiftung, laden zur DTB Rollstuhltennis-Race  ein! Unterstützt werden die Turniere von OttoBock und Juwelier Kraemer.

Die Serie verbindet die Turnierszene im deutschen Rollstuhltennis, steigert die Anzahl an Wettkampfmöglichkeiten und motiviert mehr Spieler:innen zur Teilnahme. Anhand der Ergebnisse wird eine Wertung geführt, mittels derer sich alle Teilnehmenden national vergleichen und für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren können. Allen Race-Turnieren liegt die DTB-Turnierordnung zugrunde.

Turnierbewerbung:

Turniere der Serie bedürfen einer Genehmigung des DTB und müssen für das folgende Kalenderjahr bis zum 15. November beim DTB-Ressort für Vereinsentwicklung & Inkusion beantragt werden. Anträge zur Turnier-Nachmeldung sind bis zu drei Monate vor Veranstaltungsbeginn einzureichen. Die Turniere werden autark von den Ausrichtenden vor Ort organisiert und durchgeführt.

Fomat:

Es wird bei allen Race-Turnieren eine Damen- (mindestens vier Spielerinnen), eine Herren-Konkurrenz (mindestens vier Spieler) sowie eine Quad-Konkurrenz (mindestens vier Spieler:innen) ausgeschrieben. Bei weniger Teilnehmenden wird eine gemeinsame Offene Klasse gespielt. Eine Jugend-Konkurrenz (mindestens vier Teilnehmende) kann ausgetragen werden. Zunächst wird eine Gruppenphase gespielt, anhand derer man sich für Finalspiele (ggf. Viertelfinals, Halbfinals und Finals) qualifizieren kann. Bei vier bis fünf Teilnehmenden einer Konkurrenz wird ein Spielformat mit nur einer Gruppe ohne Finalspiele (jede:r gegen jede:n) ausgetragen. Ab sechs Teilnehmenden empfiehlt sich die Austragung mit einer Gruppenphase und Finalspielen.

Setzungen:

Für die Setzung bei Race-Turnieren sowie der Deutschen Meisterschaft ist die jeweils gültige Deutsche Rangliste DTB Rollstuhltennis maßgeblich und anzuwenden. Über die Rangliste informiert die Durchführungsbestimmung der Deutschen Rangliste DTB Rollstuhltennis.

Die Zulassung zur Deutschen Rollstuhltennis-Meisterschaft erfolgt nach Rangliste mit Stand des Vormonats. Über die Feldgröße und Setzung informiert die Ausschreibung.

Regeln:

Es gelten die ITF Wheelchair Tennis Regeln. In jedem Match müssen mindestens zwei Gewinnsätze im „Fast Four“-Modus gespielt werden. Darüber hinaus dürfen z.B. auch Sätze von normaler Länge gespielt werden, wenn dies die organisatorischen Kapazitäten des jeweiligen Turniers zulassen. Entscheidend ist, dass der Modus im Verlauf des gesamten Turniers einheitlich ist und den Teilnehmenden in der Ausschreibung kommuniziert wird. Stuhlschiedsrichter:innen sind nur im Finale Pflicht, bis dahin entscheiden und zählen alle Teilnehmenden fair und selbstständig. Anmeldung via Ausschreibung direkt bei den Ausrichtenden. Spielberechtigt sind Rollstuhltennis-Spieler:innen, die Mitglied in einem Verein des DTB oder DBS sind. Für einen Start in der Quad-Konkurrenz muss eine internationale Klassifizierung vorliegen.

Punktevergabe (Konkurrenz mit vier bis fünf Teilnehmenden = Round Robin)

  • Für Turnierantritt:                         5 Punkte
  • Für jeden Sieg im Turnier:        10 Punkte
  • Gruppendritte:r:                          30 Bonuspunkte
  • Gruppenzweite:r:                        40 Bonuspunkte
  • Gruppenerste:r:                           50 Bonuspunkte

Punktevergabe (Konkurrenz mit mindestens sechs Teilnehmenden)

  • Für Turnierantritt:                         5 Punkte
  • Für jeden Sieg im Turnier:       10 Punkte
  • Viertelfinalteilnahme:               25 Bonuspunkte
  • Halbfinalteilnahme:                  50 Bonuspunkte
  • Finalteilnahme:                          75 Bonuspunkte
  • Sieg:                                              150 Bonuspunkte

Beispiel 1: Spieler:in gewinnt das Turnier mit 4 Teilnehmenden:

  • Turnierantritt = 5 Punkte
  • Robin Round mit 4 Teilnehmenden, 3 Matches werden gewonnen = 30 Punkte
  • Gruppenerste:r = 50 Bonuspunkte
  • insgesamt 85 Punkte für das Turnier

Beispiel 2: Spieler:in gewinnt das Turnier mit 8 Teilnehmenden:

  • Turnierantritt = 5 Punkte
  • Vorrunde Gruppenphase mit 4 Teilnehmenden, 3 Matches werden gewonnen = 30 Punkte
  • Sieg Viertelfinale = 10 Punkte, Sieg Halbfinale = 10 Punkte
  • Sieg Finale = 10 Punkte + 150 Bonuspunkte
  • insgesamt 215 Punkte für das Turnier

Wertungen:

Anhand der Turnierergebnisse werden die Wertungen des DTB Rollstuhltennis-Race geführt. Die Punktewertung für die Deutschen Meisterschaften wird mit einem Faktor von 1,5 eingerechnet. Die besten sieben Turnierergebnisse aller Spieler:innen (inklusive ITF-Turnierwertung) der vergangenen zwölf Monate finden in der Deutschen Rangliste DTB Rollstuhltennis Berücksichtigung. Die Wertungen werden jeweils am 5. des Monats aktualisiert. Die Ergebnisse fließen in die Damen-, Herren-, Quad- und Jugend-Rangliste ein. Parallel wird eineGesamtwertung geführt. Die Punkte der Damenwertung werden mit einem Faktor von 0,5 für die Gesamtwertung eingerechnet.

Die Turnierveranstaltenden sind verpflichtet, innerhalb von vier Tagen nach Abschluss des Turniers sämtliche Ergebnisse und Wertungen über die Formulare Ergebnismeldung an den DTB zu übermitteln. Bei nicht rechtzeitiger Meldung oder Verstoß gegen die Turnierordnung kann den Turnierveranstaltenden die künftige Ausrichtung befristet oder auf Dauer entzogen werden.

Weitere Informtionen und  Deutsche Rollstuhltennis Ranglisten 

kostenfreie Vereins-Broschüre "Inklusion im Tennis"

Die Broschüre beinhaltet alles Wissenswerte zu den vier Para-Tennis Disziplinen und gibt Hilfestellung und Impulse zu inklusiven Tennisangeboten sowie zum Training mit Menschen mit Beeinträchtigung. Die Broschüre ist kostnfrei  im DTB Online-Shop erhältlich.

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Weitere Informationen

Deutsche Meisterschaften im Rollstuhltennis

Die deutschen Rollstuhltennismeisterschaften werden seit 1987 ausgetragen - sowohl in den Konkurrenzen Jugend, Damen, Herren und Quad. 

Hier findest du alle weiteren Informationen zu den Deutschen Meisterschaften im Rollstuhltennis.

Bild von den Pokalen bei den Deutschen Rollstuhltennismeisterschaften 2023. Fotograf Mika Volkmann

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Leverkusen, 19.06.22: Toni Dittmar TC Weiden gewinnt im Einzel das Finale, Feature Bilder der deutschen Rollstuhltennis Meisterschaften. *** Leverkusen, 19 06 22 Toni Dittmar TC Weiden wins the final in the singles, feature pictures of the German Wheelchair Tennis Championships.

DTB sucht den Inklusionsverein des Jahres 2025

Rollstuhltennis-Elite zu Gast in Köln

Die Preisverleihung "Inklusionsverein des Jahres 2023"

Der Löhner Tennisclub Rot-Weiß e.V. ist „Inklusionsverein des Jahres 2023“

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