Alexander Zverev spielt am Freitag um seinen zweiten Einzug ins Finale der Australian Open. Dabei stellt sich ihm niemand Geringeres als der aktuelle Weltranglisten-Erste, Carlos Alcaraz, in den Weg. Während Zverev zum vierten Mal das Halbfinale in Melbourne erreicht hat, ist es für den Spanier eine Premiere Down Under. Denn bislang kam Alcaraz nie über das Viertelfinale hinaus. Was Alcaraz dem Deutschen aber voraushat: sechs Erfolge in einem Grand Slam-Finale. Wie schneiden beide also im direkten Vergleich ab?

Die Bilanz von zwölf Begegnungen spricht für Ausgewogenheit: sechs Partien gingen an Zverev, sechs an Alcaraz. Und auch ihre Begegnungen bei Grand Slam-Turnieren teilten sie gerecht untereinander auf. Zverev setzte sich 2022 im Viertelfinale von Paris gegen Alcaraz durch genauso wie 2024 im Viertelfinale von Melbourne. Alcaraz gewann das Viertelfinale der US Open 2023 gegen den Deutschen und zuletzt das Endspiel in Roland Garros 2024. 

Die letzte Begegnung der beiden entschied Alcaraz beim Masters-1000-Turnier im Cincinnati-Halbfinale in zwei Sätzen für sich. Zverevs letzter Sieg gegen den Spanier ist auf November im Jahr 2024 datiert, als er bei den ATP Finals in der Gruppenphase gewann. 

Auch wenn Alcaraz auf seinem Weg ins Halbfinale keinen Satz verloren hat, während Zverev dreimal über vier Sätze gehen musste, spiegelt sich das nicht großartig in ihrer Spielzeit wider. Alcaraz stand insgesamt elf Stunden und 53 Minuten auf dem Court, Zverev knapp eine Stunde länger: zwölf Stunden und 45 Minuten.

Als Weltranglisten-Erster gilt Alcaraz zwar als Favorit im Halbfinale am Freitag, davon lässt sich der gebürtige Hamburger aber nicht entmutigen.

„Die vergangenen zehn Tage habe ich mich gesund und schmerzfrei gefühlt, was ganz schön ist. Denn so habe ich mich seit zwölf Monaten nicht gefühlt. Das ist schon mal ein guter Anfang“, sagte Zverev auf seiner Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Learner Tien im Viertelfinale. „Ich bin glücklich auf dem Platz aus genau diesen Gründen. Und natürlich: Gewinnen hilft immer.“

 

 

Was in diesem Jahr für ihn ebenfalls einen Unterschied macht: „Ich habe an meinem Spiel gearbeitet, vor allem an meinem ersten Schlag nach dem Aufschlag und dem ersten Volley. Und wenn genau solche Dinge funktionieren, dann wird der Erfolg auch kommen.“

Ein ausschlaggebender Punkt könnte für den 28-Jährigen daher seine gelassenere Einstellung sein: „Ich möchte dieses große Ziel von einem Grand Slam-Titel erreichen. Gleichzeitig will ich aber auch das Tennis genießen. Und das tue ich gerade.“

Angesprochen auf die Partie gegen seinen guten Freund Zverev, zeigte sich Alcaraz beeindruckt. „Vor dem Turnier haben wir einen Trainingssatz von anderthalb Stunden gespielt. Es war ein sehr hohes Level, eine hohe Intensität und endete bei 7:6“, erinnerte er sich nach seinem Sieg gegen Alex den Minaur. „Ich habe seine Matches über das Turnier hinweg verfolgt. Es war sehr beeindruckend zu sehen, auf welchem Level er gespielt hat. Ich weiß, das wird ein großes Battle. Ich werde gut vorbereitet sein und freue mich darauf, gegen ihn zu spielen – hier in Australien, im Halbfinale.“

Dann lachte er: „Wenn er mich schlagen will, muss er eine Menge schwitzen!“

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