Ich kann mich nicht daran erinnern, wann ich zuletzt so mit dem Jetlag zu kämpfen hatte. Am Freitag, den 9. Januar, begann meine Reise, am Samstagabend kam ich in Melbourne an. Erst in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag konnte ich einigermaßen schlafen. Eigentlich hatte ich mit der Zeitverschiebung selten Schwierigkeiten, diesmal war es anders. Einen Geheimtipp gegen Jetlag habe ich nicht. Ich versuche einfach, mich viel zu bewegen und Sport zu machen.
Immerhin bin ich ständig unterwegs und gut beschäftigt. Mein Tag beginnt mit einer einstündigen Trainingseinheit im Hotel, bevor ich frühstücke. Dann gehe ich zu Fuß rüber auf die Anlage, wo mein Job als Chef-Bundestrainer und Davis Cup-Teamchef losgeht. Während der Turniere möchte ich Kontakt zu den deutschen Spielern und ihren Betreuerteams halten. Das bedeutet: Ich versuche, bei ihren Trainingseinheiten und Matches dabei zu sein, mich mit ihnen auszutauschen und natürlich zu unterstützen, wenn sie meine Hilfe brauchen.
Das war beispielsweise bei Jan-Lennard Struff und Justin Engel der Fall. Struffis Coach, Markus Wislsperger, betreut parallel Constantin Frantzen und war mit ihm noch in Auckland. Justins Coach, Ulf Fischer, war erkrankt und Justin war allein hier. In solchen Situationen springe ich ein, gehe mit auf den Platz und sage ihnen, wenn mir etwas auffällt – genau wie bei einer Davis Cup-Einheit.