Max, acht Monate raus und jetzt der Titel beim ersten Turnier zurück. Was ging dir in dem Moment nach dem Matchball durch den Kopf?
Um ehrlich zu sein, weiß ich es gar nicht mehr ganz genau, weil nach dem Matchball natürlich sofort die Emotionen übernommen haben. Aber kurz davor habe ich daran gedacht, wie hart das letzte Dreivierteljahr war. Diese Zeit, in der ich wegen der Verletzung keine Turniere spielen konnte. Gleichzeitig war da ein großes Gefühl von Stolz: darauf, dass ich mir dieses Comeback hart erarbeitet habe und direkt wieder um einen Titel spielen konnte. Das hat mir noch einmal extra Motivation gegeben.
Gab es in der Verletzungspause Momente, in denen du gezweifelt hast, ob du wieder auf dein altes Niveau zurückkommen kannst?
Ja, diese Momente gab es auf jeden Fall. Eine Schambeinentzündung kann sehr langwierig sein, und niemand kann dir genau sagen, wie lange so etwas dauert – das ist bei jedem unterschiedlich. Natürlich habe ich mich gefragt, ob ich wieder mein Niveau von vor der Verletzung erreichen kann. Gleichzeitig war ich aber immer selbstbewusst genug und wurde auch von meinem Umfeld bestärkt. Ich habe mir selbst immer wieder gesagt, dass ich stärker zurückkommen werde.