+++ ATP Tour +++
Constantin Frantzen (27/TC Großhesselohe) hat beim ATP 500-Turnier in Rio de Janeiro seinen zweiten Titel auf der ATP Tour nur knapp verpasst – wie schon beim ATP 250-Turnier in Montpellier vor zwei Wochen. Gemeinsam mit seinem Partner, dem Niederländer Robin Haase, zog der Augsburger ins Finale ein, musste sich dort jedoch den Brasilianern Joao Fonseca und Marcelo Melo mit 4:6, 6:3, 8:10 geschlagen geben.
Für Frantzen wäre es der zweite ATP-Titel im Doppel gewesen: Seinen bislang einzigen Triumph feierte er 2025 ebenfalls an der Seite von Robin Haase beim ATP 250-Turnier in Chengdu.
+++ ITF-Damen +++
Die 22-jährige Noma Noha Akugue (22/Der Club an der Alster) hat das ITF-W75-Damen-Tennisturnier REWE Petz Ladies Open in Altenkirchen gewonnen. Im Finale setzte sich die Deutsche vor vollbesetzter Tribüne souverän mit 6:2, 6:1 gegen die Titelverteidigerin Julia Avdeeva durch, die mit einer Verletzung am rechten Arm zu kämpfen hatte, und krönte damit eine starke Turnierwoche.
Mit dem Triumph beim mit 60.000 US-Dollar dotierten Hallenturnier, das Teil der DTB Internationals ist, verbessert sich Akugue um 42 Positionen und steht nun auf Rang 210 der Weltrangliste. Nach Carina Witthöft (2015) und Eva Lys (2020) ist sie nun die dritte Deutsche, die sich in die Siegerliste in Altenkirchen einträgt.
„Ich hatte mich mental sehr gut auf das Endspiel eingestellt, ich wollte es heute genießen und Spaß haben“, sagte Akugue nach der Siegerehrung. „Ich habe versucht, mein bestes Tennis zu spielen.“ Betreut wurde sie vor Ort von Torben Beltz, Chef-Bundestrainer der Damen im DTB und seit wenigen Tagen auch Billie Jean King Cup-Kapitän. „Wir hatten ein bisschen am Aufschlag verändert, mehr nicht“, berichtete Beltz. Dass die Anpassungen Wirkung zeigten, wurde im Finale deutlich: Mit insgesamt fünf Assen setzte Noha Akugue ihre Gegnerin immer wieder unter Druck und dominierte das Geschehen klar.
Für ein weiteres Ausrufezeichen aus deutscher Sicht sorgte die Porsche Talent Team-Spielerin Julia Stusek (17/Heidelberger TC). Die junge Deutsche kämpfte sich aus der Qualifikation bis ins Halbfinale. Erst gegen die topgesetzte Finalistin musste sie sich nach drei hart umkämpften Sätzen mit 6:7 (14), 6:2, 5:7 geschlagen geben. Noch nie zuvor war sie bei einem Turnier dieser Kategorie so weit vorgestoßen.
Auch im Doppel gab es ein Finale mit DTB-Beteiligung. Das deutsche Duo Nastasja Schunk (22/MTG BW Mannheim) und Tessa Brockmann (20/TC an der Schirnau) kämpften sich gemeinsam bis ins Endspiel, wo sie auf die topgesetzten Justina Mikulskyte (Litauen) und Martyna Kubka (Polen) trafen. Die DTB-Bundeskaderspielerinnen unterlagen ihren Gegnerinnen mit 6:1, 6:2. „Wir wollten das Spiel natürlich knapper gestalten, sind aber trotzdem mit unserer Leistung zufrieden“, sagte Brockmann bei der Siegerehrung. Für sie und die gebürtige Mainzerin Schunk war es die erste gemeinsame Turnierteilnahme.
DTB-Chef-Bundestrainer Beltz hob zudem die Bedeutung des Turniers für den deutschen Nachwuchs hervor: Es sei eine „super Möglichkeit für unsere Nachwuchsspielerinnen, direkt vor Ort auf einem so hoch dotierten ITF-Turnier auf Weltranglistenpunkte zu gehen und hier Erfahrungen zu sammeln. Die Atmosphäre ist immer motivierend und spannend.“