Gefördert und unterstützt werden 49 Spieler:innen, die je nach Karrierestufe dem Olympiakader (OK), Perspektivkader (PK) und Nachwuchskader 1 (NK1) zugeordnet sind. Die Nominierung der Kader ist an verschiedene Kriterien des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) und des DTB gebunden.

Was dieses Jahr auffällt: Viele Talente, die 2025 noch im NK1 gefördert worden sind, haben den Sprung in den Perspektivkader geschafft. Damit gehören sie zu den Spieler:innen, denen schon bei den kommenden oder den übernächsten Olympischen Spielen Chancen auf eine Teilnahme ausgerechnet werden.  

Neben dem Bundes- und Landeskader gibt es seit 2025 einen DTB-eigenen Entwicklungskader. In diesen werden anhand von festgelegten Kriterien ausgewählte Spieler:innen berufen, deren Entwicklungen der DTB weiter beobachten möchte und die vielversprechende Potenzialträger sind, um in die erweiterte Weltspitze vorzudringen.

Die vollständige Kaderliste mit Infos zu den einzelnen Spieler:innen gibt es auf tennis.de.

Athlet:in im Mittelpunkt – Förderung mit Prämisse

Je nach Kaderzugehörigkeit, Leistungsniveau und individuellen Bedürfnissen unterscheiden sich die Förderleistungen für die Spieler:innen. Alle Kaderathlet:innen können die Infrastruktur der Bundes- und Olympiastützpunkte nutzen, wo sie vom DTB-Leistungssportpersonal mit Trainier:innen, Physiotherapeut:innen und weiteren Betreuer:innen unterstützt werden. Neu hinzugekommen ist in diesem Jahr ein zentrales Athletenmanagement-Tool, das eine deutlich datenbasiertere Steuerung von Training und Wettkampf ermöglicht. Auch die sportpsychologische Betreuung für die Spieler:innen aus dem Bundeskader wurde ausgebaut. 

„In unserem Kader haben wir die besten Tennisspielerinnen und -spieler Deutschlands zusammengefasst. Unter ihnen reihen sich aktuelle Spitzenspieler:innen genauso ein wie vielversprechende Nachwuchstalente, die wir nach ihren persönlichen Anforderungen fördern – vor allem beim schwierigen Schritt vom Nachwuchs- in den Profibereich“, so DTB-Vorständin Veronika Rücker. „Ich hoffe, dass wir auch in diesem Jahr gemeinsam mit unseren Athletinnen und Athleten und unseren Trainerinnen und Trainern wieder an den starken Erfolgen aus der vergangenen Saison anknüpfen können.“

Neben Erfolgen auf der Profitour und bei den Nationalmannschaftswettbewerben zählten dazu vor allem die Erfolge bei den Junior:innen. Im ersten rein deutschen Finale bei den French Open gewann Niels McDonald gegen Max Schönhaus die Junioren-Konkurrenz eines Grand Slam-Turniers. In der Folge krönte sich McDonald zum U18-Europameister im Einzel und Schönhaus zum Champion bei den ITF-Finals der Junioren. 

Eva Bennemann und Sonja Zhenikhova sicherten sich die Titel bei den Junior French Open und bei der U18-Europameisterschaft. Zudem haben einige DTB-Nachwuchstalente, darunter Ella Seidel, Justin Engel und Diego Dedura-Palomero erste Ausrufezeichen auf den Profitouren gesetzt. Seidel und Engel debütierten darüber hinaus auch in den A-Nationalmannschaften des Verbandes. 

Fördersumme für Spitzensport gestiegen

Im Jahr 2026 stehen für den Spitzensport noch mehr Fördergelder zur Verfügung. Diese resultieren zum einen aus einem Mittelaufwuchs des Bundes und zum anderen aus den Einnahmen des Dachverbandes und der tennis.de Lizenzgebühr. Die Individualförderung kann der DTB daher im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern. 

„Der Weg ins Profitennis dauert lang und ist mit harter Arbeit verbunden. Dabei darf man den finanziellen Aufwand nicht vergessen, den die Spielerinnen und Spieler und ihre Teams schon in ihren frühen Karrierestufen investieren müssen. Indem wir die Individualförderung des Dachverbandes ausbauen, können wir einen Beitrag dazu leisten – auch wenn uns bewusst ist, dass das bei weitem nicht die Kosten unserer Spieler:innen deckt“, so Rücker.

Die Individualförderung ist ein zentraler Baustein des Leistungssportkonzeptes „Gemeinsam! Weltklasse! Entwickeln!“, das der DTB ins Leben gerufen hat, um auch langfristig leistungssportliche Erfolge zu sichern.

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