Antworten auf große Herausforderungen für den Tennissport
Die Entwicklung der Strategie ist eine Reaktion auf große gesellschaftliche und strukturelle Veränderungen, die den Tennissport vor erhebliche Herausforderungen stellen. Digitalisierung, der Wandel von Werten und Freizeitgewohnheiten, Individualisierung, demografische Entwicklungen sowie der Rückgang klassischer Ehrenämter beeinflussen, wie Menschen Sport treiben und wie Verbände sich aufstellen müssen. Hinzukommen steigende wirtschaftliche Anforderungen, notwendige Modernisierungen der Infrastruktur, klimatische und ökologische Fragen sowie die Sicherung sportfachlicher Grundlagen wie Trainerentwicklung, Nachwuchsförderung und Zugang zum Sport.
„Wir erleben aktuell einen tiefgreifenden Wandel, der den gesamten deutschen Sport erfasst. Ohne eine klare Strategie laufen wir Gefahr, Entwicklungen nur zu verwalten, statt sie aktiv zu gestalten“, betont von Arnim. „Die Strategie ‚TennisDeutschland 2032‘ gibt uns Orientierung, legt Prioritäten fest und ermöglicht uns eine Messbarkeit. Sie hilft uns, Entscheidungen nachvollziehbar zu treffen und unsere Sportarten gemeinsam voranzubringen.“
Klare, messbare Zielstellungen für alle Themenfelder
Die Strategie formuliert für alle Themenfelder klare, messbare Zielstellungen. So wird auf Basis des neuen Leistungssportkonzeptes anvisiert, dass bis zum Jahr 2032 acht bis zehn deutsche Spielerinnen und Spieler in den TOP 100 der WTA und ATP-Rangliste stehen. Neben dem sportlichen Erfolg geht es um weitere konkrete Zielrichtungen, unter anderem den Ausbau der aktiven Spielerzahlen und des Mitgliederwachstums in allen Altersgruppen. Der DTB strebt an, dass bis 2032 zwei Prozent der deutschen Bevölkerung aktiv in seinen Sportarten eingebunden sind, was einer Mitgliederzahl von 1,68 Millionen entsprechen würde. Darüber hinaus wird eine Stärkung des Mannschafts- und Turniersports, bessere Rahmenbedingungen für Vereine sowie eine nachhaltige Sicherung der personellen Ressourcen in Trainerwesen, Schiedsrichterwesen und ehrenamtlichen Funktionen angestrebt. Auch Digitalisierung, innovative Technologien, Nachhaltigkeit und die nationale Etablierung der tennisnahen Sportarten Padel, Pickleball und Beach Tennis sowie des Begriffs TennisDeutschland sind zentrale Zukunftsfelder.
„Wachstum entsteht nicht zufällig. Wir brauchen Klarheit darüber, was wir erreichen wollen, und die Bereitschaft, diesen Weg gemeinsam zu gehen“, so von Arnim. Die Umsetzung der Strategie erfolgt in enger Zusammenarbeit aller Ebenen des deutschen Tennis – vom DTB über die 17 Landesverbände bis hin zu den Vereinen.
„Wir wollen, dass TennisDeutschland noch sichtbarer, zugänglicher und attraktiver wird. TennisDeutschland 2032 ist der gemeinsame Weg dorthin“, fasst von Arnim zusammen.
Die gesamte Präsentation zur Strategie gibt es hier.