Vier deutsche Herren sicher im Hauptfeld mit dabei

Im Herrenfeld zählt Titelfavorit Piros mit vier Saisonsiegen zu den formstärksten Spielern der Challenger-Tour; der 26-Jährige peilt in Hamburg seinen zwölften Titel an. Herausgefordert wird Piros vom aufstrebenden 21-jährigen Litauer Vilius Gaubas (ATP 128). Für Erfahrung im Feld sorgen Routiniers wie Roberto Carballés Baena (ESP/ ATP 176) und Sumit Nagal (IND/ ATP 246), die die junge Garde um den Kroaten Luka Mikrut (ATP 178) und den Dänen Elmer Møller (ATP 190) auf die Probe stellen werden.

Und auch die deutschen Starter haben realistische Titelambitionen. Neben Gentzsch, dem nach drei Challenger-Finals in dieser Saison noch der erste Titel fehlt, und Youngster Dedura, der bereits bei den BMW Open München 2025 mit seinem ersten ATP-Matcherfolg für Aufsehen sorgte, sind auch Henri Squire (ATP 214) und Niels McDonald (ATP 509) sicher im Hauptfeld mit dabei. Der 25-jährige Düsseldorfer Squire holte seinen bisher einzigen Challenger-Titel 2024 in der Halle des Hamburger Tennis-Verbands und würde diesen Erfolg gerne auf Sand wiederholen. McDonald – 18 Jahre alt und in Schwerin aufgewachsen – gewann in Roland Garros 2025 als erster Deutscher seit Alexander Zverev einen Grand-Slam-Titel im Junioren-Einzel.

Fünf Top-150-Spielerinnen am Start – Noha Akugue mit Karriere-Höchstranking

Auch das Damenfeld verspricht hochklassiges Tennis. Hier sind sogar fünf Top-150-Spielerinnen am Start:  Dominika Salkova, Noma Noha Akugue, Tamara Zidansek, Suzan Lamens und die Argentinierin Julia Riera. Die 22-jährige Glinderin Noha Akugue, die für den Club an der Alster in der 1. Bundesliga aufschlägt, spielt bisher die konstanteste Saison ihrer Karriere – in der Vorwoche bei den MSC Ladies Hamburg Open erreichte sie das Achtelfinale, außerdem gewann sie in diesem Jahr die Titel in Altenkirchen (ITF-W-75), Helsinki (ITF-W-50) und Wiesbaden (ITF-W-100). Belohnt wurden ihre Leistungen mit einem neuen Karriere-Höchstranking in dieser Woche – Platz 137.

Neben Noha Akugue steht Mona Barthel (WTA 215) als weitere Norddeutsche auf der „Acceptance List“ für das Hauptfeld. Die 36-jährige Neumünsteranerin war vor zwei Jahren in der Hansestadt erfolgreich, als sie die Britin Sonay Kartal im Finale in zwei Sätzen besiegte. Barthel gewann insgesamt bereits vier Titel auf der WTA-Tour und stand im März 2013 auf Platz 23 der Weltrangliste.

Der Hamburg Ladies & Gents Cup ist mit insgesamt 147.000 US-Dollar dotiert und setzt einen weiteren Akzent in der starken Hamburger Turnierlandschaft: Nach dem ATP-500-Turnier „Bitpanda Hamburg Open“ im Mai und dem WTA-250-Event „MSC Hamburg Ladies Open“ in der vergangenen Woche kehrt nun auch ein „Combined“-Format an den Rothenbaum zurück – zuletzt gab es das 2023 bei den Hamburg European Open (ATP 500 und WTA 250). Der Ladies & Gents Cup wurde in den Vorjahren im Verbandsleistungszentrum in Hamburg-Horn auf Hardcourt ausgetragen.

Stolze Tradition: Schon Rafael Nadal spielte auf der Challenger-Tour in Hamburg

Turnierdirektor Björn Kroll dankt den Partnern – der „Active City“ Hamburg, dem Deutschen Tennis Bund und der Regionalliga Nord-Ost – sowie dem Club an der Alster als gastgebendem Verein. „Das Rothenbaum-Stadion als Bühne für ein Challenger- und ITF-Turnier ist einmalig in der Tenniswelt. Damit beweisen wir einmal mehr, dass auch Spitzentennis unterhalb der großen Profitour in Hamburg eine stolze Tradition hat“, sagt Kroll. Er erinnert an frühere Highlights: Rafael Nadal, der 2003 als 16-Jähriger beim Vorgänger-Challenger in Hamburg-Schnelsen auf Teppich das Endspiel erreichte, die Britin Emma Raducanu, die 2017 als 14-Jährige den U18-ITF-Titel in Hamburg gewann und mit 18 die US Open, sowie den Sieg der jungen Chinesin Qinwen Zheng 2021, die drei Jahre später Olympia-Gold in Paris holte. Im Jahr 2024 sorgte das Comeback der Schweizer Tokio-Olympiasiegerin Belinda Bencic nach ihrer Babypause für internationale Schlagzeilen. 2025 folgte der erste Challenger-Titel von Shootingstar Justin Engel. „Auch in diesem Jahr haben wir wieder zwei sehr starke Teilnehmerfelder – mit einigen Namen, denen Weltkarrieren zuzutrauen sind“, sagt Kroll.

 

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