Die 31-Jährige zeigte von Beginn an eine konzentrierte Leistung. Korpatsch nutzte ihre Chancen konsequent, dominierte mit variantenreichem Sandplatztennis die längeren Ballwechsel und ließ ihrer Gegnerin nur wenige Möglichkeiten, ins Match zu finden. Nach etwas mehr als anderthalb Stunden verwandelte die deutsche Nummer eins ihren ersten Matchball. Im Anschluss wurde es emotional. Ihr erster Dank ging an ihre Familie: „Mein Vater ist mein Coach, seit ich mit dem Tennis angefangen habe. Er ist bei jedem Match dabei, er steht immer mit auf dem Platz. Meine Mutter begleitet mich auf der Tour und passt auf meinen Hund Stella auf.“ Auch dem Publikum rief sie zu: „Diesen Titel habe ich nicht alleine gewonnen!“
Der Titelgewinn vor heimischer Kulisse schreibt zugleich Turniergeschichte. Der letzte deutsche Sieg beim Frauen-Tennisturnier am Rothenbaum hatte 34 Jahre zurückgelegen. Steffi Graf triumphierte 1992 in Hamburg. Die lange Wartezeit beendet Korpatsch durch ihren Erfolg.