Die Sonnencreme stand am Court bereit, die Füße waren tief im Sand vergraben. Spieler:innen und Zuschauer entspannten auf ausgebreiteten Picknick-Decken, Liegestühlen, Hängematten und unter den Sonnenschirmen. Über der Saar hing parallel die Nachmittagshitze. 35 Grad und mehr zeigte das Thermometer es an diesem Wochenende in Saarbrücken – eigentlich perfektes Urlaubswetter. Nur dass hier niemand am Strand lag. Hier wurde um deutsche Meistertitel gespielt.
Vier Tage lang wurde das OneBeach an der Bismarckbrücke in der Landeshauptstadt des Saarlandes zur Bühne für die Deutschen Meisterschaften im Beach Tennis. Neun Courts lagen an der Saar, im Grünen, daneben eine hölzerne Terrasse mit einladender Bar. Der Wind kam gelegentlich über den Fluss, Schatten gab es zumindest phasenweise. Das Meer fehlte. Abgesehen davon war das Urlaubsfeeling ziemlich komplett.
Mehr als 160 Spieler:innen reisten aus den umliegenden Vereinen und aus ganz Deutschland an – von den U18-Nachwuchshoffnungen bis zu den 40er-Konkurrenzen. Hinzu kamen Einsteiger:innen, die die Sportart Beach Tennis im Rahmen des Amateur-Cups einfach mal testen wollten. Auch dabei: Christof Olbrich, der eigentlich vom klassischen Tennis kommt und wenige Wochen zuvor bei den Nationalen Spielen im Saarland Silber gewonnen hatte. Für ihn hieß es also diesmal: Sand statt roter Asche.