Mission zweiter Grand Slam-Titel

Vor sechs Jahren verließ Alexander Zverev das Arthur Ashe Stadium mit Tränen in den Augen. Nach seiner Finalniederlage gegen Dominic Thiem im Jahr 2020 schien der Traum vom Titel bei den US Open geplatzt. Am 13. September 2026 verließ der Hamburger denselben Ort als Champion. Mit seinem Sieg bei den US Open holte sich Zverev seinen zweiten Grand Slam-Titel und schrieb erneut deutsche Tennisgeschichte. Wir schauen hier noch einmal zurück auf seinen Weg zum Erfolg. 

 

1. Runde: Alexander Zverev bezwingt Lorenzo Sonego – 6:4, 3:6, 6:7, 7:5, 6:4

Der Start ins Turnier verlief für "Sascha" Zverev alles andere als leicht. Gegen den Italiener Lorenzo Sonego musste der an Position eins gesetzte Hamburger direkt über fünf Sätze gehen. Nach mehr als vier Stunden Kampf stand Zverev früh unter Druck, bewies jedoch genau jene Qualitäten, die ihn später bis zum Titel tragen sollten: Ruhe, Geduld und die Fähigkeit, in den entscheidenden Momenten sein bestes Tennis abzurufen.

2. Runde: Alexander Zverev zieht gegen Quentin Halys in Runde drei ein – 6:4, 4:6, 7:6, 6:7, 6:3

Auch in der zweiten Runde blieb dem Hamburger eine ruhige Nacht verwehrt. Quentin Halys verlangte ihm erneut alles ab. Zwei Sätze gingen verloren, zweimal kämpfte sich der Franzose zurück. Doch Zverev ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Im fünften Satz zog die deutsche Nummer eins das Tempo an und machte den Einzug in die dritte Runde perfekt.

 

3. Runde: Alexander Zverev in drei gegen Alejandro Tabilo – 6:2, 7:6, 6:2

Nach den beiden Kraftakten in der Auftaktwoche fand Zverev zunehmend seinen Rhythmus. Gegen den Chilenen Alejandro Tabilo kontrollierte er von Beginn an die Partie. Es war die Vorstellung eines Spielers, der spürte, dass in New York etwas Großes möglich sein könnte.

Achtelfinale: Alexander Zverevs Revanche gegen Luciano Darderi – 6:2, 6:2, 7:6

Im Achtelfinale wartete mit Luciano Darderi die Nummer 21 der Setzliste. Doch Zverev ließ kaum Spannung aufkommen und nahm Revanche für die Partie in diesem Jahr in Rom. Mit zwei dominanten Sätzen legte er früh den Grundstein, ehe der Italiener im dritten Durchgang noch einmal dagegenhielt. Im Tiebreak machte der Deutsche schließlich den Sack zu und erreichte ohne Satzverlust die Runde der letzten Acht.

Viertelfinale: Alexander Zverev sichert sich das Halbfinalticket gegen Botic van de Zandschulp – 6:2, 7:5, 6:1

Im Viertelfinale zeigte Zverev einmal mehr, warum er zu den komplettesten Spielern der Tour gehört. Gegen den Niederländer Botic van de Zandschulp dominierte er die Ballwechsel von der Grundlinie aus und kontrollierte über weite Strecken die Partie. Der Einzug ins Halbfinale war die logische Konsequenz für einen Spieler, dessen Selbstvertrauen von Match zu Match wuchs.

FLUSHING NY- SEPTEMBER 09: Alexander Zverev Vs Botic van de Zandschulp at the quarter finals in Arthur Ashe Stadium during The US Open at the USTA Billie Jean King National Tennis Center on September 9, 2026 in Flushing Queens. Copyright: xmpi04x

 

Halbfinale: Alexander Zverev schlägt Karen Khachanov – 6:3, 7:6, 7:6

Im Halbfinale wartete mit Karen Khachanov ein erfahrener Gegner, der bereits mehrfach auf den Grand Slam-Bühnen überzeugt hatte. Doch Zverev präsentierte sich nervenstark und konzentriert. Nachdem er den letzten Ballwechsel gewonnen hatte, stand fest: Nach seinem Triumph bei den French Open und dem Finale von Wimbledon würde der Deutsche sein drittes Grand Slam-Endspiel des Jahres bestreiten.

 

Finale: Alexander Zverev vollendet gegen Ben Shelton – 6:3, 7:6, 5:7, 6:2

Mit Ben Shelton wartete im Endspiel nicht nur eines der größten Talente des Welttennis auf, sondern auch die große Hoffnung des amerikanischen Publikums. Mehr als 20.000 Fans im Arthur Ashe Stadium träumten vom ersten US-amerikanischen Grand Slam-Sieger seit Andy Roddick im Jahr 2003.

Zverev spielte jedoch erneut hochkonzentriert und mit wenigen Fehlern. Den ersten Satz gewann er souverän, den zweiten holte er sich im Tiebreak. Shelton stemmte sich im dritten Durchgang noch einmal gegen die Niederlage und verkürzte auf 1:2 nach Sätzen. Doch der Deutsche reagierte wie ein Champion. Früh holte er sich das Break und gab den Vorteil nicht mehr aus der Hand.

Zunächst bekam Sascha nicht mit, dass er gewonnen hatte. Doch nach einem kurzen Moment brachen alle Dämme.

 

Ein Sieg für die Geschichtsbücher

Mit seinem Triumph in New York krönte Alexander Zverev eine außergewöhnliche Saison. Nach dem Titel bei den French Open und dem Einzug ins Finale von Wimbledon folgte nun der nächste Höhepunkt. Gleichzeitig ist er der erste deutsche US Open-Sieger seit Boris Becker 1989.

Die Bilder des Abends werden in Erinnerung bleiben: Zverev mit der Trophäe in den Händen, ein Lächeln im Gesicht und die Gewissheit, dass sein Traum von 2020 sechs Jahre später Realität geworden ist. New York wurde schließlich doch noch zu seinem ganz persönlichen Happy End. 

Alexander Zverev of Germany is presenting his trophy for the singles champion during the 2026 US Open - Tennis Championships, 13.9.2026 in New York (USTA Billie Jean King National Tennis Center), United States of America
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