„Das war schon irgendwie komisch. Benjamin (Kohlloeffel) hat viel und gut getroffen, ich hatte mich aber auch gar nicht so schlecht gefühlt“, resümierte Hiller die legendäre Partie bis zum ominösen Spielstand von 0:6, 0:5. Gegner Kohlloeffel, immerhin 1999 und 2000 Westfalenmeister und im Jahr 2005 unter den Top 500 der Weltrangliste, machte viel Druck und hatte alle Trümpfe in der Hand. Hiller, in jüngeren Jahren mehr auf dem Fußballplatz aktiv, fing erst im Jungsenioren-Alter so richtig mit Tennisturnieren an. Schon einige Jahre zuvor musste er eine klare Niederlage gegen seinen Gegner einstecken.

„Ich wollte schon mindesten ein Spiel holen"

Dennoch weiß er, wie das Spiel funktioniert. Auch der 44-Jährige hat schon seit Kindesbeinen den Tennisschläger in der Hand. Gefragt nach dem Rezept zur Aufholjagd muss Hiller kurz nachdenken. „Ich wollte schon mindestens ein Spiel holen, habe dann etwas langsamer und viel Slice gespielt.“ Schon streute sich der eine oder andere Fehler in das Spiel seines Gegenüber ein. Weil das Match in der Halle stattfand, waren die Ballwechsel kürzer und nicht so kräftezehrend. „Punkt für Punkt hat sich mein Selbstvertrauen gesteigert und bei Benjamin lief es möglicherweise genau andersherum“, lässt Hiller den Start der Aufholjagd Revue passieren.

„Ob ich einen Matchball abgewehrt habe, weiß ich gar nicht mehr so genau. Ich war dann auf einmal im Flow, knappe Bälle fielen dann häufiger zu meinen Gunsten auf die Linien und umgekehrt. Das eine oder andere Mal bin ich dann auch aus mir rausgegangen, was eigentlich gar nicht so meinem Naturell entspricht, aber ich habe irgendwie gemerkt, dass da was gehen könnte." Konkret war das beim Spielstand von 5:5. Wenig später gewann er den 2. Satz im Tiebreak mit 7:5.

Die ganze Story zum Nachlesen:

Was dann im Matchtiebreak passierte, erfährst du in der aktuellen Ausgabe der Westfalen Tennis auf den Seiten 14-15.

"Das Match ist erst vorbei, wenn der letzte Ball gespielt ist", weiß Alex Hiller
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