Im Damenfinale standen sich Stephanie Wagner und Nastasja Schunk, die im Porsche Talent Team gefördert wird, gegenüber. Die zuletzt langzeitverletzte Schunk zeigte ab dem ersten Ballwechsel eine souveräne Leistung. Mit einer 1:0-Satzführung im Rücken gewann die 20-Jährige im zweiten Durchgang die ersten drei Spiele und stellte so schnell die Weichen für den 6:3, 6:2-Finalerfolg.

„Der Sieg bedeutet mir sehr viel. Für ein schweres Jahr war das ein guter Abschluss. Ich war lange raus und das ist erst mein drittes Turnier. Deshalb bin ich froh, dass ich das Finale gut managen konnte“, sagte eine glückliche Schunk im Anschluss an die Siegerehrung.

Das Endspiel bei den Herren entwickelte sich zu einem echten Krimi. Daniel Masur ging als Favorit in das Match gegen Patrick Zahraj und führte schnell mit 4:1. In der Folge konnte Zahraj seine Anfangsnervosität ablegen und den ersten Durchgang noch drehen. Im zweiten Satz blieb es spannend. Erst beim Stand von 5:5 setzte sich der 24-Jährige durch zwei aufeinanderfolgende Spielgewinne entscheidend zum 7:6 (3), 7:5-Endstand ab.

Der erstmalige Deutsche Meister über seinen Erfolg: „Es war ein sehr umkämpftes Spiel. Ich war in beiden Sätzen mit Break hinten, aber habe es geschafft, mich zurückzukämpfen. Am Ende war das Glück auf meiner Seite.“ Angesprochen auf den Turnierverlauf, in dem er die Nummer eins, drei und fünf des Turniers schlagen konnte, sagte er: „Das ist schon sehr speziell. Der Sieg in der ersten Runde war schon gut, aber dass ich darauf weiter aufbauen kann, macht den Titel noch besonderer.“

Alle Ergebnisse von den Deutschen Meisterschaften gibt es hier.

Gelungener Abschluss in Biberach

In diesem Jahr wurden die Deutschen Meisterschaften vorerst zum letzten Mal in Biberach ausgetragen. Darauf verständigten sich DTB und der Württembergische Tennis-Bund (WTB) nach 15 Austragungen an der Hermann-Volz-Straße.

Bei der letzten Ausgabe in der Stadt in Oberschwaben kamen über 1200 Zuschauer:innen in die Hallen, über 20 ehrenamtlliche Helfer:innen waren im Einsatz und auf Tennis Channel wurde das Event in den deutschen Wohnzimmern verfolgt.

„Wir sind dem WTB, der Stadt Biberach, den lokalen Sponsoren und vor allem den zahlreichen ehrenamtlichen Helfer:innen enorm dankbar, dass der Bezirksstützpunkt 15 Jahre lang Heimat der Deutschen Meisterschaften war“, so DTB-Geschäftsführerin Veronika Rücker. „Viele große Namen der nationalen Tennisszene haben hier aufgeschlagen und sich in die Siegerliste eintragen können.“

Zur Zukunft der Deutschen Meisterschaften sagt Rücker: „Wir sind dabei, ein neues Format zu entwickeln und möchten die Meisterschaften noch attraktiver für Spieler:innen, Fans und Sponsoren machen. Dabei wird auch über einen neuen Termin nachgedacht.“

Aus diesem Grund steht aktuell noch kein neuer Ausrichter für eine Auflage der Deutschen Meisterschaften 2024 fest.

Artikel teilen

Ähnliche News

Deutsche Meister Junior:innen 2026 bei der Siegerehrung in Ludwigshafen
Deutsche Meister Junior:innen 2026

TennisDeutschland feiert seine neuen Deutschen Meister der Junior:innen

Henri Squire

Neues Race der DTB-Turnierserien löst Deutsche Meisterschaften ab

Die neuen Deutschen Hallen-Jugendmeister:innen

Starke Auftritte bei den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Essen

Aktuellste News

Neue Ära: ITF wird zu „World Tennis“ und präsentiert Zukunftsvision
Neue Ära: ITF wird zu „World Tennis“ und präsentiert Zukunftsvision

Neue Ära im Welttennis: ITF wird zu „World Tennis“

Bundes- und Landesstützpunkt Kamen wird für die Zukunft des Tennissports erweitert
Bundes- und Landesstützpunkt Kamen wird für die Zukunft des Tennissports erweitert

Bundes- und Landesstützpunkt Kamen wird für die Zukunft des Tennissports erweitert

Tennis 1. DRK-Charity-Cup am 19.06.2015 im Rochusclub in Düsseldorf Horst Heinz Bruno Klosterkemper ( Deutscher Manager und Sportfunktionär ) xTTx
Horst Klosterkemper

Deutscher Tennis Bund trauert um Horst Klosterkemper