In der Herren-Division ließ Gustavo Fernandez keine Zweifel an seiner Favoritenrolle. In Abwesenheit des Vorjahressiegers Alfie Hewitt ging der Argentinier als Topgesetzter ins Turnier. Auch er spielte sich ohne Satzverlust ins Finale und glänzte im Endspiel mit einem 6:4, 6:3-Erfolg über Stephane Houdet aus Frankreich. Damit sicherte er sich nach 2022 seinen zweiten Titel beim MTTC Iphitos.
„Bei Veranstaltungen wie diesen in München, Rotterdam, Miami oder Rom fühlen wir uns wirklich wie Profi-Sportler, was wir bei anderen Turnieren manchmal nicht haben. Dort geben sie zwar auch ihr Bestes, aber wir fühlen uns dort nicht wie Profis. Hier haben wir sogar eine Pressekonferenz. Das ist einfach toll“, sagte Fernandez im Rahmen des Turniers.
Dabei lobte er vor allem die Integration der Allianz Para Trophy in die Turnierwoche der BMW Open. „Für uns ist das großartig. Deshalb sind wir sehr dankbar, dass wir die Möglichkeit haben, das Rollstuhltennis weiter voranzubringen.“
Auch Turnierdirektor Mischa Zverev schwärmte von den parallel stattfindenden Turnieren. „Ich schaue euch die ganze Zeit zu. Als mein Bruder bei euch Halt gemacht hat, sagte er nur: ‚Wenn ich so viel Power in meiner Vorhand hätte, würde ich den Ball so hart treffen.‘“
In diesem Jahr reichte die Begeisterung auch zu den Jüngsten. Denn am Donnerstag stand parallel zu den Matches auch eine besondere Trainingsstunde auf dem Programm. Organisiert vom Titelpartner Allianz führten Turnierdirektor Zverev und Rollstuhltennis-Nationaltrainer Niklas Höfken Kinder und Jugendliche an den Para-Sport und speziell ans Rollstuhltennis heran.
„Es ist uns ein großes Anliegen, die nächste Generation für den Parasport zu begeistern und ihr die Möglichkeit zu geben, ihre Vorbilder live zu erleben“, kommentierte Manuel Duhnke, Head of Marketing Allianz.