Auch die deutschen Damen präsentierten sich bei den Mannschaftsweltmeisterschaften in starker Form. Im Maere Cup erreichten Heike Albrecht-Schröder (GSV Neuwied)Mara Opitz (Hamburger GSV) und Theresa Grüner (Hamburger GSV) einen hervorragenden vierten Platz. Mit drei Siegen aus fünf Gruppenspielen qualifizierte sich das Trio für das Halbfinale. Dort unterlag Deutschland Gastgeber Frankreich knapp mit 1:2. Auch das Spiel um Platz drei gegen Taiwan ging verloren, dennoch können die deutschen Damen auf eine erfolgreiche Turnierwoche und eine starke Mannschaftsleistung zurückblicken.

Noch erfolgreicher verlief das Turnier für die deutschen Herren. Urs Breitenberger, Luca Stehen und Cedric Kaufmann (alle GSV Neuwied) blieben während der gesamten World Deaf Team Championships ungeschlagen und krönten sich verdient zu Weltmeistern. Im Finale setzte sich das deutsche Team mit 2:1 gegen Gastgeber Frankreich durch.

Für Urs Breitenberger besitzt der Mannschaftserfolg einen besonderen Stellenwert: „Dieser Sieg ist etwas ganz Besonderes, weil er dem gesamten Team gehört. Gemeinsam zu gewinnen und die Emotionen miteinander zu teilen, fühlt sich einfach anders an als in den individuellen Disziplinen Einzel, Doppel und Mixed.“

Team Deutschland bei den World Deaf Team Tennis Championships

Nach einer intensiven Turnierwoche mit sechs Mannschaftsbegegnungen hielt sich die anschließende Feier allerdings in Grenzen. „Der Sieg wurde entspannt in einem schönen Restaurant gefeiert“, berichtet Breitenberger. „Unser Tank war zu leer, um eine große Party zu feiern.“

Der Weltmeistertitel ist das Ergebnis eines starken Teamgeists, der die Mannschaft während des gesamten Turniers ausgezeichnet hat – auf und neben dem Platz. Auf die Frage nach dem Erfolgsrezept muss Breitenberger nicht lange überlegen: „Unsere Stärke ist die Einheit aus so vielen unterschiedlichen Charakteren. Am Ende zählen Zuhören, Zusammenhalt und Vertrauen.“ Zum deutschen Team in Grenoble gehörten neben den Athletinnen und Athleten auch Bundestrainer Torsten Vonthein, Fachwart Henning Egge und Physiotherapeut Simon Weimann, die die Mannschaften vor Ort begleiteten.

Urs Breitenberger
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