Berlin ist auch 2026 wieder Schauplatz eines der bedeutendsten Rollstuhltennis-Turniere Europas. Die 36. GERMAN OPEN um die „Beate Loddenkemper Trophy“ werden vom 8. bis 12. Juli auf der Anlage des BTTC Grün-Weiss ausgetragen. Das traditionsreiche Turnier gehört seit diesem Jahr als WC175-Turnier (ITF 2) zur internationalen UNIQLO Wheelchair Tennis Tour und unterstreicht damit seine Bedeutung im internationalen Turnierkalender.

Rollstuhltennis ist seit 1992 paralympisch und seit 1998 offizieller Bestandteil der International Tennis Federation (ITF). Nach Stationen in Bonn, München und Essen findet das Turnier seit 2011 in Berlin statt. Ausrichter sind der BTTC Grün-Weiss und die Zehlendorfer Wespen gemeinsam mit dem Deutschen Tennis Bund (DTB) und dem Tennisverband Berlin-Brandenburg (TVBB).

Internationale Topspieler schlagen in Berlin auf

Das Herrenfeld wird von mehreren Spielern aus den Top 30 der Weltrangliste angeführt. Zu den Favoriten zählen der Japaner Daisuke Arai (ITF-Rang 18), Australiens Anderson Parker (19) sowie Südafrikas Alwande Sikhosana (20). Ebenfalls zum erweiterten Favoritenkreis gehören der Südkoreaner Ho Won Im (22), der Niederländer Robin Groenewoud (23) und der Japaner Kouhei Suzuki (24).

Auch in der Damenkonkurrenz ist das Niveau hoch. Angeführt wird das Feld von der Französin Charlotte Fairbank (Weltranglistenplatz 22) vor ihrer Landsfrau Zoe Maras (28). Mit der Türkin Zeliha Aksak, der US-Amerikanerin Maylee Phelps und mehreren weiteren internationalen Spielerinnen sind zahlreiche Nachwuchs- und Spitzentalente am Start.

Besonders stark besetzt ist zudem die Quad-Konkurrenz. Dort führen der Australier Benjamin Wenzel (Weltranglistenplatz 12), der Brasilianer Leandro Pena (14) und der Südafrikaner Donald Ramphadi (15) das Teilnehmerfeld an.

Deutsche Hoffnungen mit Heimvorteil

Aus deutscher Sicht richtet sich der Blick vor allem auf die Berlinerin Katharina Krüger von den Zehlendorfer Wespen. Die fünffache Siegerin der GERMAN OPEN zählt zu den bekanntesten deutschen Rollstuhltennisspielerinnen und möchte vor heimischem Publikum erneut um den Titel mitspielen.

Neben Krüger schlagen bei den Damen auch Britta Wend, aktuell die bestplatzierte deutsche Spielerin im Feld auf Rang 26 der ITF-Weltrangliste, sowie Jana Monika Lindenthal auf.

Im Herrenwettbewerb gehen Anthony Dittmar, Sven Hiller, Steffen Sommerfeld und David Roels für Deutschland an den Start. Dittmar reist als deutscher Topspieler im Hauptfeld an und wird versuchen, vor heimischem Publikum für eine Überraschung zu sorgen.

Besondere Aufmerksamkeit gilt zudem der Quad-Konkurrenz. Dort wollen die Berliner Brüder Marcus und Maximillian Laudan ihren Heimvorteil nutzen. Marcus Laudan gehört als aktuelle Nummer 27 der Weltrangliste zum erweiterten Favoritenkreis. Komplettiert wird das deutsche Aufgebot durch Daniel Shafie.

Britta-Wend_Rollstuhltennis

Spitzensport und gelebte Inklusion

Ein besonderes Highlight erwartet die Besucherinnen und Besucher am Samstag, 11. Juli. Im Rahmen der Halbfinalspiele und Doppelfinals wird Paralympics-Sieger Wojtek Czyz auf der Anlage zu Gast sein. Geplant sind Programmpunkte rund um Parasport, Inklusion und Spitzensport. Der Besuch wird durch die Unterstützung von „DVAG Hilft“ ermöglicht.

Neben den sportlichen Leistungen steht bei den GERMAN OPEN traditionell auch die gesellschaftliche Bedeutung des Parasports im Mittelpunkt. Das Turnier zeigt eindrucksvoll die Dynamik, Athletik und Präzision des internationalen Rollstuhltennis-Sports und schafft Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.

Spielbeginn ist an allen Turniertagen jeweils um 9 Uhr. Die Doppelfinals sind für Samstag, den 11. Juli, angesetzt, die Einzelfinals finden voraussichtlich am Sonntagvormittag, 12. Juli, statt.

Der Eintritt ist an allen Turniertagen frei.

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