Wann findet das Halbfinale statt?
Das Halbfinale zwischen Alexander Zverev und Jakub Menšík findet am Freitag, 5. Juni 2026, auf dem Court Philippe-Chatrier statt. Die genaue Ansetzung erfolgt durch die Turnierleitung, traditionell werden die Herren-Halbfinals am Nachmittag und Abend in Paris ausgetragen.
Der Weg von Zverev ins Halbfinale
Zverev präsentiert sich in Paris bislang äußerst souverän. Im Viertelfinale setzte sich der an Nummer zwei gesetzte Deutsche gegen das spanische Talent Rafael Jódar mit 7:6 (7:3), 6:1, 6:3 durch. Nach einem engen ersten Satz dominierte Zverev die Begegnung und zog zum fünften Mal in Folge ins Halbfinale der French Open ein.
Besonders bemerkenswert: Nach den frühen Turnierausfällen beziehungsweise dem Ausscheiden mehrerer Topfavoriten gilt Zverev inzwischen als einer der aussichtsreichsten Titelkandidaten in Paris.
Menšíks Märchenlauf in Paris
Der erst 20 Jahre alte Tscheche erlebt die bislang beste Grand-Slam-Woche seiner Karriere. Menšík erreichte erstmals ein Major-Halbfinale und besiegte im Viertelfinale den brasilianischen Shootingstar João Fonseca mit 6:4, 6:3, 7:6 (7:3). Zuvor hatte er bereits den an Nummer elf gesetzten Andrey Rublev aus dem Turnier geworfen.
Der 1,96 Meter große Rechtshänder verfügt über einen der stärksten Aufschläge der Tour und spielt für sein Alter bemerkenswert abgeklärt. Seine Leistungen in Paris bestätigen den Eindruck vieler Experten, dass Menšík zu den kommenden Stars des Welttennis gehört.
Das bisher einzige Duell
Für deutsche Tennisfans besonders interessant: Zverev kennt seinen Gegner bereits gut. Das bislang einzige Aufeinandertreffen fand Ende April beim Masters-1000-Turnier in Madrid statt.
Damals gewann Zverev im Achtelfinale mit 6:4, 6:7 (4:7), 6:3. Der Deutsche musste über drei Sätze gehen, kontrollierte aber die entscheidenden Phasen der Partie. Das Match zeigte bereits, wie unangenehm Menšíks druckvolles Aufschlagspiel sein kann.
Head-to-Head:
- Alexander Zverev – Jakub Menšík: 1:0
- Letztes Duell: Madrid 2026, Achtelfinale
- Ergebnis: Zverev gewann 6:4, 6:7, 6:3
Worauf es taktisch ankommen wird
Der Schlüssel für Zverev dürfte darin liegen, Menšíks Aufschlag früh unter Druck zu setzen und längere Ballwechsel zu erzwingen. Auf Sand besitzt der Deutsche Vorteile in der Defensivarbeit und in seiner Erfahrung über die Distanz von fünf Sätzen.
Menšík wiederum wird versuchen, mit seinem ersten Aufschlag viele freie Punkte zu erzielen und das Tempo von Beginn an hochzuhalten. Gelingt ihm das, könnte er Zverev ähnlich fordern wie beim engen Duell in Madrid.
Die Ausgangslage
Auf dem Papier geht Zverev als Favorit ins Match. Der Weltranglisten-Spitzenspieler verfügt über deutlich mehr Erfahrung auf der ganz großen Bühne und kennt die Atmosphäre eines Grand-Slam-Halbfinals bestens. Doch Menšík spielt das beste Turnier seiner Karriere und reist mit großem Selbstvertrauen an.
Für deutsche Tennisfans ist die Rechnung einfach: Gewinnt Zverev, steht er erneut im Finale von Roland Garros – und hätte die vielleicht größte Chance seiner Laufbahn, den ersten Grand-Slam-Titel zu gewinnen.