Der Weg von Zverev ins Finale
Während andere Favoriten früh scheiterten, marschierte Zverev souverän durch das Turnier.
Im Halbfinale setzte er sich gegen den tschechischen Shootingstar Jakub Menšík durch und bestätigte seine Rolle als Titelkandidat Nummer eins. Zverev musste in Paris bislang kaum Schwächephasen überstehen und wirkt körperlich wie mental so stabil wie selten zuvor bei einem Grand Slam.
Cobolli – der unerwartete Finalist
Auf der anderen Seite steht mit Flavio Cobolli einer der großen Gewinner dieses Turniers.
Der 24-jährige Italiener spielt das beste Grand-Slam-Turnier seiner Karriere und steht erstmals in einem Major-Finale. Cobolli gehört zwar seit Monaten zu den Aufsteigern der Tour, dennoch hatten ihn vor Turnierbeginn nur wenige Experten auf dem Zettel.
Besonders bemerkenswert: Sein Halbfinale fand gar nicht statt. Landsmann Matteo Arnaldi musste krankheitsbedingt zurückziehen, sodass Cobolli kampflos ins Endspiel einzog. Der Italiener kommt daher mit deutlich mehr Regenerationszeit ins Finale.
Das direkte Duell
Zverev und Cobolli kennen sich bestens. Insgesamt standen sie sich bereits viermal gegenüber.
Head-to-Head: Zverev führt 3:1.
Die bisherigen Duelle:
- French Open 2025: Zverev gewann in drei Sätzen
- Halle 2025: Zverev gewann
- München 2026: Cobolli gewann auf Sand überraschend deutlich
- Madrid 2026: Zverev revanchierte sich mit einem klaren Sieg
Die Bilanz spricht für den Deutschen, zeigt aber auch: Cobolli hat bereits bewiesen, dass er Zverev auf Sand schlagen kann.
Das Match-up: Erfahrung gegen Unbekümmertheit
Taktisch treffen zwei völlig unterschiedliche Spielertypen aufeinander.
Zverev setzt auf seinen starken Aufschlag, enorme Grundliniensicherheit und seine Erfahrung in großen Matches. Cobolli lebt dagegen von seiner Dynamik, seinem aggressiven Vorhandspiel und seiner Fähigkeit, mit viel Risiko das Tempo zu bestimmen.
Der Deutsche dürfte versuchen, die Ballwechsel zu kontrollieren und den Italiener zu Fehlern zu zwingen. Cobolli wird hingegen versuchen, früh die Initiative zu übernehmen und die Partie offensiv zu gestalten.
Roland Garros bekommt 2026 einen neuen Champion. Die Frage ist nur: Wird es Alexander Zverev sein – oder schreibt Flavio Cobolli das größte Kapitel seiner bisherigen Karriere?