Roland Garros 2026: Torben Beltz über die ersten Matches der deutschen Damen

Ella Seidel vs. Jelena Ostapenko (29)

Vermutlich eines der schwersten Lose. Aber Ella kommt gerade von einem Finale in Zagreb. Ich hoffe, sie kommt mit Confidence hierher und wird gut spielen. Und wenn sie gut spielt, hat sie eine gute Chance gegen Ostapenko. Auch wenn die Lettin „nur“ an Rang 29 gesetzt ist, ist sie schon lange dabei. Sie ist eine erfahrene Spielerin, spielt sehr schnelles Tennis und hat hier schon mal gewonnen. Meine Einschätzung: Es wird ein sehr interessantes Match, nicht nur Tennis-mäßig, sondern auch drumherum.

Tamara Korpatsch vs. Sara Sorribes Tormo

Sara Sorribes Tormo ist auf Sand immer sehr tricky. Sie spielt viel Rückhand-Slice, die Vorhand sehr hoch mit viel Topspin, kämpft um jeden Ball. Das werden lange Ballwechsel – vor allem bei der Wärme hier. Und wenn ich wetten müsste: mindestens ein Drei-Stunden-Match. Ein geiles Match auf Sand und eine richtige Claycourt-Masterclass-Performance.

Eva Lys vs. Petra Marcinko

Eva hat in den letzten Tagen hier gut trainiert. Sie sieht fit aus und spielt sehr gut. Ich glaube, dass sie eine gute Chance hat, wenn sie rausgeht und ihr bestes Tennis zeigt. Wobei die junge Kroatin nicht zu unterschätzen ist, denn sie spielt gut auf Sand. 

Siegemund vs. Naomi Osaka (16)

Eine schwere Auslosung für Laura. Gegen Naomi Osaka wird sie auf einem großen Platz antreten. Laura ist fit und spielt sehr gut zurzeit. Das wird ein geiles, interessantes Match. Ich glaube, dass sie Naomi gut ärgern kann mit ihrem unrhythmischen Spiel.

Tatjana Maria vs. Elise Mertens (23)

Elise Mertens ist eine Spielerin, die immer sehr solide und gut spielt – eigentlich auch auf Sand. Da muss Tadde versuchen ihren Rhythmus zu brechen und sie mit ihrem tricky Spiel zu überraschen. Dann hat sie eine Chance. Aber auch ein sehr schweres Los.

 

Roland Garros 2026: Michael Kohlmann über die Auslosung von Zverev & Co.

… Knackige Auslosungen. Schwierig. Das sind vier Gegner, die es in sich haben. Aber wenn man Tickets für die French Open hat, kann man sich als deutscher Fan mit Sicherheit auf vier tolle Partien freuen.

Alexander Zverev (2) vs. Benjamin Bonzi

Sascha ist mit Sicherheit der Favorit. Aber gegen einen Franzosen direkt in der ersten Runde zu spielen, ist ein bisschen tricky. Das Publikum wird sehr aktiv sein – aber das kennt man. In der zweiten Runde wartet dann Tomas Machac oder Zizou Bergs, die genau wie Sascha in Hamburg rausgezogen haben. Sie hatten also alle eine Auszeit. Machac hat immer wieder Top-Leute geschlagen und Bergs hat in Paris generell stark gespielt. Aber ich muss sagen: Für zwei Runden gegen ungesetzte Spieler ist das tough. Da muss Sascha von Anfang an sofort da sein. Er kann sich nicht zurücklehnen, sich eine Pause gönnen oder schlechte Phasen erlauben. Er muss von Anfang an bei 100 Prozent sein und den Motor direkt hochfahren.

Alexander Zverev beim Training in Roland Garros 2026

Daniel Altmaier vs. Felix Auger-Aliassime (4)

Das ist ein Hammer, ein Brett. Aber Daniel hat vergangenes Jahr in der ersten Runde Taylor Fritz geschlagen, der auch hochgesetzt war. Ich hoffe, dass er sich wieder daran erinnert und die Leistung, die er gegen Fritz gebracht hat, wieder zeigen kann. Auf Sand und in Paris ist Daniel ein schwieriger Gegner. Felix ist ein Brocken, aber für einen guten Altmaier möglich.

Yannick Hanfmann vs. Hamad Medjedovic

Medjedovic hat einen unglaublichen Sommer gespielt, extrem gute Ergebnisse und immer wieder konstant gute Matches. Aber Yannick auch. Das ist ein Match auf Augenhöhe. Ich würde sagen, dass es die Tagesform entscheidet. Was feststeht: eine sehr, sehr interessante Partie, ohne gesetzten Spieler. Aber ein Match, das über die volle Distanz gehen könnte. Eine schwierige Runde für beide. Sie werden sich beide nicht darüber freuen.

Jan-Lennard Struff vs. Alexander Bublik (9)

Ich habe noch in Erinnerung, dass Struffi ihn vor zwei Jahren hier in Paris geschlagen hat. Seitdem hat Bublik noch mal einen Karrieresprung hingelegt und ist heute ein absoluter Topspieler. Aber ich denke, Bublik mag nicht so gerne gegen Struff spielen, weil das nicht rhythmisch für ihn ist. Auf der anderen Seite muss Struffi wirklich sein bestes Tennis auspacken, um als Sieger vom Platz zu gehen.

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