Alexander Zverev steht erstmals im Finale von Wimbledon. Der French-Open-Champion setzte sich im Halbfinale des traditionsreichsten Tennisturniers der Welt souverän gegen den britischen Überraschungsspieler Arthur Fery mit 7:6 (7:0), 6:2, 6:4 durch und hat nun die Chance, als erster Deutscher seit Michael Stich 1991 den Titel an der Church Road zu gewinnen.
Vor 15.000 Zuschauern auf dem Centre Court musste Zverev zunächst hart kämpfen. Angetrieben vom heimischen Publikum stellte Fery den Deutschen im ersten Satz vor einige Herausforderungen. Doch spätestens nach dem klar gewonnenen Tiebreak übernahm Zverev die Kontrolle und dominierte das Match mit seiner Aufschlagstärke, seiner Power von der Grundlinie und der Selbstverständlichkeit eines Grand-Slam-Champions.
Nach seinem historischen Triumph bei den French Open vor fünf Wochen greift der 29-Jährige nun bereits nach dem nächsten großen Titel. Mit einem Sieg im Finale am Sonntag würde Zverev nach Boris Becker (1985, 1986, 1989) und Michael Stich (1991) erst der dritte deutsche Wimbledon-Sieger im Herren-Einzel in der Open Era werden.
Gleichzeitig schreibt Zverev schon jetzt ein weiteres Kapitel deutscher Tennisgeschichte: Er ist erst der fünfte deutsche Spieler, der ein Wimbledon-Finale im Einzel erreicht.
Sein Gegner im Endspiel wird im zweiten Halbfinale zwischen Titelverteidiger Jannik Sinner aus Italien und dem 24-maligen Grand-Slam-Champion Novak Djokovic aus Serbien ermittelt.