Zwei Tage lang kamen Vertreterinnen und Vertreter aus Sport, Wirtschaft und Medien zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und gemeinsam neue Perspektiven für den Tennissport zu entwickeln.

TennisDeutschland in Bewegung

Den Auftakt machte DTB-Geschäftsführer Simon Papendorf. Unter dem Leitgedanken „TennisDeutschland in Bewegung“ gab er einen Einblick in die strategische Weiterentwicklung des DTB. Im Mittelpunkt stehen die konsequente Digitalisierung des Verbandes, eine klarere Markenarchitektur, personalisierte Kommunikation, der Ausbau strategischer Partnerschaften sowie der Aufbau neuer Geschäftsfelder.

Wie sich auch die Ausbildung künftiger Spitzenspielerinnen und Spitzenspieler verändern muss, zeigte DTB-Bundestrainer Björn Simon in seinem Vortrag „Vom Talent zur Elite“. Seine zentrale Botschaft: Weltklasse ist kein Zufall, sondern das Ergebnis der richtigen Haltung und moderner Strukturen. Datenbasierte Analysen, individuelle Förderung und eine Kommunikation, die zur Generation Z passt, seien heute entscheidende Erfolgsfaktoren.

Welche Bedeutung leistungsfähige Turnierstrukturen für diesen Weg besitzen, verdeutlichte Rogier Wassen, Turnierdirektor der Platzmann Open Hagen. Er hob die wichtige Rolle von Challenger-Turnieren für die Entwicklung deutscher Nachwuchsspieler hervor und würdigte zugleich das verstärkte Engagement des DTB bei der Förderung nationaler Turniere.

Wie schaffen wir optimale Bedingungen für Nachwuchssportler?

Unter dem Titel „Leistungssport braucht Partner“ erläuterten Hans Hauska und Grit Blüthmann, warum erfolgreicher Spitzensport vor allem das Ergebnis guter Rahmenbedingungen ist. Leistungssport sei letztlich eine Wahrscheinlichkeitsrechnung bei der es entscheidend ist, die Voraussetzungen so zu gestalten, dass möglichst viele Talente in Deutschland ihr Potenzial entfalten können.

Einen weiteren Schwerpunkt bildeten Digitalisierung und Kommunikation. Michael Schreck, einer der führenden LinkedIn-Datenexperten Europas, gewährte exklusive Einblicke in den Algorithmus der Business-Plattform und zeigte anhand konkreter Daten, wie Unternehmen und Persönlichkeiten ihre digitale Sichtbarkeit nachhaltig steigern können.

Den Abschluss des ersten Veranstaltungstags bildete Jochen Gundel von Warner Bros. Discovery. Anhand aktueller Reichweitenzahlen zeigte er eindrucksvoll das Potenzial des Tennissports in TV und Streaming auf: Allein 2025 verfolgten 4,6 Millionen Menschen Live-Tennis bei Eurosport – bei rund 1.600 Stunden Übertragungszeit.

Multi-Racket als Wachstumstreiber

Der zweite Veranstaltungstag richtete den Blick nach vorne. Christian Singer von Patricio Travel zeigte auf, wie sich der Tourismus zunehmend vom klassischen Tennisurlaub hin zu ganzheitlichen Racketsports Reisen entwickelt. Während Tennis weiterhin die reichweitenstarke Kernsportart bleibt, wachsen Padel und insbesondere Pickleball dynamisch und erschließen neue Zielgruppen.

An diese Entwicklung knüpfte DTB-Vorstand Peter Mayer an. Sein Fazit: Tennisnahe Sportarten sind keine Konkurrenz zum Tennissport, sondern eine große Chance für Vereine und Verbände. Immer mehr Anlagen entwickeln sich zu Multi-Racket-Clubs, gewinnen dadurch neue Mitglieder und schaffen zusätzliche Angebote für unterschiedliche Zielgruppen. Entscheidend sei eine glaubwürdige Integration neuer Sportarten.

Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion mit Markus Balzat, Bastian Grau, Peter Mayer und Simon Papendorf. Im Mittelpunkt stand die Frage, wo die größten Chancen für den Tennissport der Zukunft liegen. Die gemeinsame Erkenntnis zog sich durch beide Veranstaltungstage: Die Zukunft von TennisDeutschland entsteht dort, wo Leistungssport, Digitalisierung, Wirtschaft und Innovation gemeinsam gedacht werden.

Ein herzlicher Dank gilt allen Referentinnen und Referenten, unseren Partnern, dem Hotel Tannenhof Sport & Spa sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die das Business Forum Tennis 2026 mit ihren Impulsen und ihrem Engagement bereichert haben. 

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